Für die Müllabfuhr in kommunaler Hand

Pressemitteilung, LINKE im Kreistag Tübingen
Anton Brenner, Angela Hauser, Bernhard Strasdeit


Im Kreistag wird derzeit diskutiert, ob die Müllentsorgung in Zukunft kreisweit von Privaten oder, wie bisher in der Stadt Tübingen, in kommunaler Regie weiter betrieben wird.

Wir begrüßen, dass auf unsere Initiative hin auch die vollständige Rekommunalisierung der gesamten Müllentsorgung geprüft wird.

Ein erstes Gutachten eines Parteigängers der Privatisierung liegt jetzt vor. Dieses Gutachten richtet sich erwartungsgemäß tendenziös gegen eine Rekommunalisierung und empfiehlt, die Entsorgung zukünftig per Tarifausstieg (TVöD) und 400 Euro Jobs billiger zu machen. Jetzt kommt es darauf an, dass auch die andere Seite gehört wird.

Der Kreis Tübingen kann kein interesse daran haben, dass über eine Vergabe an Private der Niedrigstlohnbereich ausgeweitet wird und das dabei gesparte Geld mit der anderen Hand für aufstockende Sozialhilfen ausgegeben werden muss.

Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine auskömmlichen Löhne bezahlen, sind Abzocker und für die Gesellschaft teuer. Die Beschäftigten in der Müllentsorgung haben Anspruch auf einen würdigen Arbeitsplatz und ordentliche Bezahlung. Sie und dürfen nicht zu Sklaven degradiert werden.

Boris Palmer seit dem 11.11. Graf Koks und Lügenbaron

Siehe auch:
http://rathaus.twoday.net/


Eine Familie kann bei 20000 Kwh Gas- und 5000 Kwh Strombezug pro Jahr 449,61 € sparen. Die Tübinger Stadtwerke sind über 20 % teurer. Hier der Preisvergleich von VERIVOX vom 13. 11. 2009:

Gas-Preisvergleich
Privat

Ihre Postleitzahl 72070
kWh/Jahr 20000

Tarife mit Vorauskasse berücksichtigen: nein
Tarife mit Kaution berücksichtigen: nein
Einmaligen Bonus berücksichtigen: nein

Ihr Anbieter: Stadtwerke Tübingen
Ihr Tarif: Grundtarif


1. goldgasSW goldgas Trend: 1.035,52 € -232,96 €

Gültig seit 01.10.2009

2. energiehoch3 gashoch3: 1.058,80 € -209,68 €

Gültig seit 29.10.2009

Strom-Preisvergleich: Privat

Ihre Postleitzahl: 72070
Ort: Tübingen
kWh/Jahr: 5000

Tarife mit Vorauskasse berücksichtigen: nein
Tarife mit Kaution berücksichtigen: nein
Einmaligen Bonus berücksichtigen: nein

Ihr Anbieter: Stadtwerke Tübingen
Ihr Tarif: TüStrom Basis 2010

1. energiehoch3 stromhoch3 928,85 € -216,65 €

Gültig seit 13.11.2009

2. Sw Flensburg Flensburg eXtra 973,92 € -171,58 €
zzgl. 40,00 € Bonus. Gültig seit 01.10.2009

3. Sw Heidenheim Hellenstein (24) 988,68 € -156,82 €

Gültig seit 01.07.2008

Alle Preisvergleiche sind ohne Strom-
Flatrates, unverzinslichen Kundenvorauszahlungen
und Wechsel-Prämien.
Und so lügt Boris Palmer das Blaue vom Himmel herunter:
Schwäbisches Tagblatt vom 12. 11. 2009:


Laut Boris Palmer sind die Stadtwerke
„einer der preisgünstigsten
Energieanbieter in Baden-Württemberg“,
was sich bei „seriösen Preisvergleichen“
wiederholt gezeigt habe.
Brenners Berechnungen hingegen
würden auf „undurchsichtigen
Lockvogelangeboten“ wie Strom-
Flatrates, unverzinslichen Kundenvorauszahlungen
und Wechsel-Prämien
beruhen, vor denen die Verbraucherzentralen
wegen Fallen im
Kleingedruckten warnen.



In anderen Städten werben die Grünen selbst dafür, den Stromanbieter zu wechseln. Auch mit dem Hinweis auf billigere Ökostromanbieter.

Wer bei VERIVOX anklickt "Nur Ökostromanbieter" kann immerhin noch über 15% sparen:

Hier die Zahlen vom 13.11.2009:


1. Bodensee Energie
KLIMA STROM
990,00 €
-155,50 € zzgl. 40,00 € Bonus

Gültig seit 01.07.2009

2. Sw Flensburg
Flensburg eXtra Öko
998,92 €
-146,58 € zzgl. 40,00 € Bonus

Gültig seit 01.10.2009

Heuchelei pur. Die von Boris Palmer gegeißelten "Wechselprämien", die ich entgegen seiner Behauptung unberücksichtigt ließ, bieten die Stadtwerke Tübingen selbst den Kunden anderer Stadtwerke an:

http://www.swtue.de/strom/tarife/privatkunden.html

Wechselprämie bei Vertragsabschluss

TüStrom 2010: 40 Euro
TüStrom 2010 - 2013: 70 Euro

Kundenberatung
Tel. 07071 / 157-400

So wechseln Sie den Stromanbieter!


Soweit die Tübinger Stadtwerke. Wer also die von Palmer geschmähten und von den Tübinger Stadtwerken teilweise selber praktizierten "Lockvogelangeboten wie Strom-
Flatrates, unverzinslichen Kundenvorauszahlungen
und Wechsel-Prämien" nicht scheut, kann noch mehr sparen:
Bei 5000 kwh Strom 372,20 € (die Tübinger Stadtwerke verlangen 48,13 % mehr) und bei 20 000 Kwh Gas 371,38 € (die Tübinger Stadtwerke verlangen 41,39% mehr. Ersparnis pro Jahr: 743,58 €.

Es gehört seit dem 11.11.2009 zum Tübinger Brauchtum, dass der Oberbürgermeister Boris Palmer auf eine Mittwochspalte oder einen Leserbrief von mir per Presseerklärung reagiert, die dann prompt als Zweispalter im Schwäbischen Tagblatt übernommen wird, während Presseerklärungen von mir oder der Linken von Ecki Ströbel und Seppi Wais, fair wie sie sind, selbstverständlich nicht berücksichtigt werden. Im Juni mussten Palmer und Lucke noch mit einem Leserbrief auf mich antworten. Immerhin. Boris Palmer muss seine Entgegnungen, die er als "Richtigstellungen" tarnt, selber schreiben. Diese Arbeit haben Wais und Ströbel früher für die Oberbürgermeisterin übernommen. Mit vernichtendem Erfolg.

Dampf machen

Leserbrief - Gerlinde Strasdeit - 8.10.09

Gerlinde-StrasdeitZehn Kitaplätze in Hirschau werden dank SPD-Lucke und Grüne-Patzwahl erstmal auf die lange Bank geschoben, angeblich wegen verzögerter Bauplanung. Die erste Sitzung des Sozialausschusses machte diese unnötige Verzögerung möglich, ein schlechter Auftakt. Der neue grüne Kollege Schmanns sorgte im Sozialausschuss für ein peinliches Ambiente, indem er die ehrenamtliche Vertreterin des Trägers "Ein Ort für Kinder" zur geplanten Übergangslösung inquisitorisch ausfragte. SPD und Grüne wollen am falschen Ende sparen und gleichzeitig als Wohltäter dastehen. So funktioniert es nicht. Ich hätte mir gewünscht, wenn die neuen Grünen so bohrende Fragen auch zu der über 600 000€ teurer werdenden Mühlstraßenvergoldung im nichtöffentlichen Ausschuß gestellt hätten. Aber da war Totenstille.
Man muss der SPD-Grünen Verwaltung schon auf die Finger klopfen, damit sie bei den Kitas einen Zahn zulegt.

Kreisecke: In geheimer Runde

Bernhard Strasdeit, 27.10.09

Bernhard-StrasdeitKreishaushalte beraten wir ungern in geheimen Runden. Bisher dachte ich immer, die Bürgermeisterriege der FWV im Kreistag stünde einer transparenteren Haushaltsberatung im Weg. Das muss ich korrigieren. Grüne und SPD pressten in der letzten Kreistagssitzung durch, dass zukünftig, nach Einbringung eines Haushalts, die Anträge zuerst in drei geheimen Ausschussberatungen vorbehandelt werden müssen. Die CDU-Fraktion schloss sich auf Geheiß ihres Fraktionsvorsitzenden an. Respekt aber vor den CDU-Kollegen Neher und Tappeser; sie äußerten offen Zweifel an dem Unfug und zeigten Sympathie mit unserem Antrag.

Der besagte: Alle Sitzungstermine zum Kreishaushalt sind zukünftig öffentlich. Das Mauscheltrio Höschele / Hickmann / Weimer lehnte ab und einigte sich auf die höchstmögliche Form der Geheimniskrämerei. Warum eigentlich? Warum soll der Kreistag über die wenigen Spielräume beim Haushalt nicht gleich öffentlich diskutieren? Warum singen Grüne und SPD nicht mehr das hohe Lied vom „Beteiligungshaushalt“? Wir raten dem Kreistag ab, das Tübinger Rathausmodell zu kopieren. Dort lassen SPD-Lucke und Grüne-Patzwahl die Ratsmitglieder von externen Beratern am Nasenring durch geheime Workshops führen, um soziale Kürzungslisten und Stellenstreichungen abzuarbeiten.

Im Landkreis geht es um einige freiwillige Leistungen und um viele Pflichtaufgaben, aber auch um die grobe Richtung: Sollen sich die Kommunen totsparen und dadurch die Wirtschaftskrise noch verschärfen – oder investieren wir gerade jetzt mehr Geld für Kinder, in Schulen, Sozialarbeit, Altenpflege und in existenzsichernde Jobs. Die öffentlichen Investitionen sind in Deutschland auf einen Tiefstand gesunken. Müssen wir die Talfahrt noch beschleunigen?

Freie Schülerfahrten oder ein kreisfreies Sozialticket sind machbar, wenn mehr auf die Bevölkerung gehört würde. Öffentlich diskutiert werden sollte auch über das ab 2013 vorgesehene neue System für den Restmüll. Die Umstellung auf Müllbehälter mit Rädern ist notwendig. Aber brauchen wir unbedingt das teuerste und komplizierteste System nach Gewicht mit Chips und elektronischer Verwiegung? Das bringt hohe Folgekosten für Wohnanlagen.

Wenn Müllentsorgung privatisiert und zu einem Luxusartikel gemacht wird, entstehen noch mehr wilde Abfallkippen auf Spielplätzen und in Straßenecken. Andere Städte arbeiten mit unterschiedlichen Behältern und Volumengrößen und es funktioniert gut.

Mittwochsspalte: Wie unter Russ-Scherer

Anton Brenner, 28.10.09

Anton-BrennerDer Fluch der dummen Tat. Die Mehrheit war gegen unseren Vorschlag, das Haus in der Mühlstraße 3 als Hangsicherung stehen zu lassen und die Baustelle, wie früher bei der Neckarbrücke, einspurig einzurichten. Jetzt schreien alle Zeter und Mordio. Bei 800 000 Euro Busumleitungskosten für fünf Monate und weiteren 140 000 Euro für jede überzogene Woche war doch klar, dass die Baufirma für Sonderarbeiten kassieren kann, was sie will.

Weil sich Boris Palmer vom schönen Otto bezirzen ließ, haben wir nun die Millionenkosten für die Hangsicherung. Und die neue Betonpiste braucht nur die Stadtbahn, auf die auch die Breite von sechs Meter zugeschnitten ist. Bis zur Stadtbahneinweihung am Sankt Palmerleinstag fahren die Busse eben im Schritttempo mit eingeklappten Spiegeln.

Allmählich geht es zu wie unter Russ-Scherer: Beraterfirmen und Kostensteuerer treiben ihr Unwesen. Die organisierte Verantwortungslosigkeit in einem perfekten Matrix-System. Geldverschwendung in Millionenhöhe, für die niemand verantwortlich ist. Tiefbauamtschef Füger spielt seine Rolle als Sündenbock mit derselben Leidensmiene wie früher. Basta-Politik von Oben über eine Haushaltsklausur. Dort kassierte ein Berater-Boss 1400 Euro fürs Hinstrecken des Mikrofons. Besinnt sich Boris Palmer noch und denkt an das Ende seiner Vorgängerin? Sonst kann er sich auch gleich malen lassen. Er ist in der dritten Runde angezählt.

Endgültig ausgezählt ist jedoch Götz Adriani. Man stelle sich vor:
Das Landestheater wird in eine Stiftung umgewandelt und sichert sich auf ewige Zeiten von der Stadt die Personalkosten, Stand 2003. In den Folgejahren finden immer weniger Theateraufführungen statt
und die Personalkosten werden auf die Chefin und ihren Hausdrachen eingedampft. Der Differenzbetrag wandert ins Stiftungsvermögen und wird in Aktien von General Motors mit niederschmetterndem Erfolg angelegt. Die Chefin verzieht sich zu Burda nach Offenburg und baut dort für den Privatmäzen eine Operettenbühne auf. Und weil inzwischen mehr Leute das Lokal im LTT besuchen als die Aufführungen, fängt die Intendantin noch Zoff mit dem Kneipenwirt an. Vergleichbares lief und läuft in der Kunsthalle. Wir sollten uns in Karlsruhe erkundigen, wie man das Problem Adriani nachhaltig löst. Eigentlich schade, dass es bei einst erfolgreichen Zampanos immer so laufen muss.

-------
Boris Palmer reagierte auf diese Mittwochspalte mit einem Zweispalter im Schwäbischen Tagblatt vom 30. 10. 2009. Darin stritt er alles ab. Wie seine Vorgängerin Russ-Scherer. Wenn die auch nur einmal zugegeben hätte, dass etwas falsch gelaufen ist, wäre sie heute noch Oberbürgermeisterin. Und die größte Tollheit: Boris Palmer erklärte: "Die Betondecke ist kein Vorgriff auf die Stadtbahn. Gleise können darin nicht verlegt werden." Dann müsste also die aufwändig betonierte Mühlstraße erneut aufgerissen werden. Blöder geht's nicht.

Boris Palmer auf den Spuren von Özdemir, Hunzinger, Morlok, Flowtex, Döring ?

Boris Palmer am Rande des Mühlstraßen-Abgrunds

Das wird richtig teuer.

Am 21. September 2009, abends im Tübinger Gemeinderat, brauchte der Oberbürgermeister unbedingt 23000 Euro, um die Straßenbaufirma in der Mühlstraße zu motivieren, bis Ende November 2009 fertigzuwerden. Zwei mal 20 000 Euro hat er der Firma schon draufgezahlt, wegen Termingenauigkeit und vorzeitiger Terminerfüllung, obwohl es sich ständig verzögert. Immer kommt etwas dazwischen. Die Busumleitung in der regulären Bauzeit hätte 800 000 Euro gekostet (Mehrausgaben für Diesel etc.). Jeder Monat Verzögerung kostet weitere 140 000 Euro. Bis jetzt hat das Mühlstraßenabenteuer schon mehr CO2 verbraucht als der blauäugige Boris mit seiner Kampagne "Tübingen macht blau" in 10 Jahren einsparen wollte.

Das dicke Ende kommt noch

Die Hangsicherungsarbeiten kosteten bisher 100 000 Euro mehr als kalkuliert, die Nachbarin musste mit 20 000 Euro getröstet werden, nächstes Jahr kommen für die Hangsicherung 450 000 Euro Mehrkosten auf die Stadt zu. Der Fluch der dummen Tat. Hätte Boris auf uns gehört und das Haus Mühlstraße 23 stehen gelassen. Der Gemeinderat war fast so weit. Nur die Mehrheit hat nicht kapiert, dass bei einer Ablehnung des Hauserwerbes der Stadt der Schildbürgerstreich noch im Frühsommer hätte gestoppt werden können. Bis zum bitteren Ende, immer lieber ein Schrecken ohne Ende als ein Ende mit Schrecken, diese deutsche Spezialität hat nicht nur die Bundesregierung in Sachen Afghanistan-Krieg verinnerlicht, auch der Tübinger Gemeinderat ist darauf abonniert. Es ist schon fast beängstigend, mit welcher Treffsicherheit unsere Warnungen von den finanziellen Desastern "Automatische Parkhäuser", "Technologiepark" und jetzt "Mühlstraße" eingetroffen sind. Kommt demnächst noch Bettina Morloks "Brunsbüttel" dazu?

Und der Schwachsinn hat Methode

Es geht gerade weiter so und Bosis Palmer scheint seine glücklose Vorgängerin übertrumpfen zu wollen. Vor dem Gemeinderat muss er sich allerdings nicht fürchten, die Mehrheit marschiert mit wie die Lemminge. So war gestern Abend von der grünen Fraktion kein Mucks zu hören, als Palmer das Steinkohleabenteuer in Brunsbüttel in einer neuen bekenntnishaften Version verteidigte. Während er früher von einer Erblast der Vorgängerin sprach, aus der die Stadt nur mit großen Verlusten herauskäme, schwadronierte er gestern von einem notwendigen Energiemix aus Wind, Wasser und Kohle. Dabei rechnen die Banken mit einer gleichhohen Rendite bei Investitionen in Windkraftwerke wie bei den Kohledreckschleudern in Brunsbüttel. Dort hatten sie allerdings die Preissteigerungen vergessen und die Co2-Zertifikate geschönt, während bei der Windkraft der staatlich-subventionierte Abnahmepreis garantiert ist und der Wind vermutlich auch noch in zwanzig Jahre wehen wird.

Die Stadt folgt nur halbherzig dem Vorschlag der Linken

Selbstverständlich habe ich gestern Abend begrüßt, dass sich die Stadt an einem Offshore-Windpark beteiligt. Nur hatten wir beantragt, dass dieses Engagement an Stelle des Kohlekraftwerkes in Brunsbüttel erfolgen solle. Jetzt läuft also beides unter dem Kommando von Bettina Morlok, der Nachfolgerin des früheren Stadtwerkedirektors Dr. Weng. Beiden werden FDP-Verbindungen nachgesagt. Das könnte der Grund sein, dass Dr. Sütterlin (FDP) unter Zuhilfenahme der Fäkalsprache völlig ausrastete, als ich auf die wunden Punkte hinwies. Frau Morlok war schon beim Skandal um den FDP-Spezi Döring beteiligt. Doering hatte 10 000 DM kassiert, angeblich für den Liebensdienst eines Ministerbriefes an seinen "liberalen" Spezi Haider in Österreich, Gott hab ihn selig. Der sollte von der Morlokschen Firma FlowWaste ein Katastrophenmüllwerk der Marke Thermoselect abkaufen, und FlowWaste war eine Unterfirma der Betrugsfirma FlowTex. Bei diesen Erfahrungen kann auf Tübingen etwas zukommen, zumal Döring jetzt in Sachen Windkraft unterwegs sein soll.

Hintergrund nachzulesen bei:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,159227-6,00.html

www.spd.landtag-bw.de/index.php?docid=2176&pdf=default

http://www.hunzinger.de/home2/vergangenes.html
und
http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?ressort=in&dig=2004%2F03%2F11%2Fa0163&cHash=b7253e1bef

Özdemir, Hunzinger, Morlok, Flowtex, Döring, Palmer ?

Daraus eine Verwörungstheorie zu basteln, wäre natürlich Blödsinn. Aber aufpassen sollte Palmer schon auf das früher ruinöse Treiben der Südweststrom-Geschäftsführerin Bettina Morlok und nicht vor lauter "Tübingen macht blau" ganz blauäugig jeden Stuss aus der Stadtwerke-Direktoren-Ecke glauben. Warum ist Iberdrola aus dem Brunsbüttel-Projekt ausgestiegen? Welche ominöse Schweizer Firma soll das große Geld bringen? Kennt man sich vom Segeln am Bodensee? Auch die seltsame Firma mit den Fahrkartenautomaten in den Tübinger Bussen kam vom Bodensee und die Solarauskleidung der Paul-Horn-Arena durfte eine schweizer Firma im Auftrag der Tübinger Stadtwerke vornehmen.
Palmer meinte, wir könnten froh sein, dass Tübingen mit dem Windkraftengagement in die Schlagzeilen käme, ein perfektes Stadtmarketing. Konterkariert wird dies jedoch von den Tübinger Schlagzeilen in Zusammenhang mit der Kohledreckschleuder (zudem 1000 kg Queckslilber pro Jahr). Da haben die Grünen ihr Glaubwürdigkeitsproblem. Im Programm steht die Forderung, auf neue Kohlekraftwerke zu verzichten, und der Vorzeigebürgermeister der Grünen baut lustig eines der umstrittensten Kohlekraftwerke. Das könnte nur noch getoppt werden, wenn nach Joschka Fischers Einsatz aus Außenminister von BMW demnächst ein Grünen-Promi die Öffentlichkeitsarbeit der Atomlobby managt.

Anton Brenner


Wir erinnern uns an Hunzinger und Infas, die Grünen Künast und Özdemir, die FDP mit Westerwelle, Bangemann, Bettina Morlok und Walter Döring, FlowTex, FlowWaste und Thermoselect:

- Die Hunzinger Informations AG, vor dem Börsengang Hunzinger PR GmbH, rühmte sich ihrer guten Kontakte zur Politik.
Sie soll im Laufe der Jahre mehr als sechshundert Politiker, Parteien, Richter und Militärs unterschiedlich hohe Beträge
überwiesen haben. Zu ihren Kunden gehörten ebenfalls namhafte Wirtschaftsunternehmen und Banken. Im Jahr 2002 spendete
Hunzinger den Grünen 7500 Euro. Zuvor hatte Verbraucherministerin Renate Künast einen Vortrag in Hunzingers
„Politischem Salon“ gehalten, dafür aber kein Honorar verlangt. Für Hin- und Rückflug hatte die Ministerin ein Flugzeug der
(öffentlich finanzierten) Bundesluftwaffe benutzt. Über Hunzinger-Kontakte stolperten mehrere Politiker. Rudolf Scharping
soll für Vorträge und eine nicht realisierte Buchveröffentlichung rund 72 000 Euro und Cem Özdemir soll einen „privaten
Kredit“ von 41 000 Euro erhalten haben. Auch Guido Westerwelle stolperte über seine Kontakte zu Hunzinger. Hunzinger
soll dem FDP-Fraktionsvorsitzenden bis 1998 drei Mal Schecks über insgesamt 29 999,999 Mark ausgestellt haben. Ein
Scheck habe mit 9999,99 Mark einen Pfennig unter der Grenze gelegen, ab der damals Abgeordnete Spenden beim
Bundestagspräsidenten melden mussten. Hunzinger, der bis 2003 Bundesschatzmeister der Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft (CDA) war, wurde 2006 wegen Insiderhandels rechtskräftig verurteilt.
- Walter Döring (FDP), bis 2004 Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, geriet im Skandal um die Scheinfirma
Flow-Tex ins Zwielicht. Er hatte bei der Hunzinger-Tochter infas, Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, eine
Umfrage zu seiner Wirtschaftspolitik in Auftrag gegeben. Bezahlt werden sollte die zehntausend Mark teure Umfrage von
Bettina Morlok, Geschäftsführerin der Flow-Tex-Tochter Flow Waste, einer Abfallfirma. Bettina Morlok ist die Nichte des
FDP-Ehrenvorsitzenden in Baden-Württemberg, Jürgen Morlok. Jürgen Morlok wiederum „hatte sich mit seinen Kontakten
zur Politik für Manfred Schmider nützlich gemacht“ , seines Zeichens Flow-Tex-Boss und später wegen Betrugs zu zwölf
Jahren Haft verurteilt. Ex-Wirtschaftsminister Döring hatte sich schon 1997 für Bettina Morloks Firma stark gemacht, als sie
sich in Kärnten um den Bau eines Müllofens beworben hatte: Döring schickte ein Empfehlungsschreiben an den
FPÖ-Rechtsaußen Jörg Haider. Außerdem hatten er und Bettina Morlok den damaligen CDU-Ministerpräsidenten von
Baden-Württemberg gedrängt, sich in Österreich für Flow Waste zu engagieren. Teufel war die Sache nicht geheuer, und er
lehnte ab. Nachdem Flow-Tex immer weiter ins Schussfeld von Justiz und Öffentlichkeit geriet, deklarierte Döring die
zehntausend Mark der Morlok-Nichte als Parteispende – allerdings wurde diese als solche nie auf dem Konto der FDP
verbucht, und Moritz Hunzinger behauptete, die Umfrage habe überhaupt nichts gekostet, weil er sie spendiert habe.


http://www.openpr.de/pdf/146389/Nebeneinkuenfte-Bestsellerautoren-weisen-Interessenskonflikte-der-Politik-nach.pdf.

Dr. Walter Döring Consulting

Wetfeet Offshore Windenergy GmbH
Engagement Dr. Walter Döring: Beiratsvorsitzender
weitere Beiräte: Prof mult Dr. mult Hans-Jörg Bullinger, Fraunhofer Institut
Dr. Eberhard Veit, Vorstandsvorsitzender Festo AG

Die Wetfeet Offshore Windenergy GmbH beschäftigt sich ausschließlich mit der Realisierung von Offshore-Windkraft-Projekten. Dabei verfügt sie über erfolgreich abgeschlossene Genehmigungsprozesse und kann ein in der Branche bislang konkurrenzloses Stadium der Detailbauvorbereitung vorweisen.

Dipl. Wirt. Ing. (FH) Willi Balz und die von ihm gegründete FC Holding GmbH haben sich bereits vor über 10 Jahren dem Thema Windenergie verschrieben. Damals waren sie Pioniere. Heute können sie auf einen Erfahrungsschatz von ca. 500 bewirtschafteten Onshoreanlagen zurückgreifen.

Die Klimaschutzziele der Bundesregierung und der geplante Atomausstieg erfordern eine umfassende Energiewende. Das bedeutet: Die Energieeffizienz muss massiv verbessert und der Anteil erneuerbarer Ressourcen an der Energieproduktion erhöht werden. Nur mit Offshore-Windkraft in der Deutschen Nordsee werden sich diese ambitionierten Ziele realisieren lassen.

Dabei hat Deutschland insbesondere in der Nordsee ideale meteorologische und geologische Voraussetzungen für Offshore-Windkraft-Projekte.
http://www.walterdoering.de/page13.php

„Die Dinger sind so subventioniert, die lohnen sich auch ohne Wind“, antwortete Wirtschaftsminister Walter Döring in Schwäbisch Gmünd auf die Frage nach der Rentabilität.

Gläsernes Rathaus

DIE LINKE. in Tübingen

Linksjugend ['solid]

Heike Hänsel (MdB)

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