Russ-Scherers Wahlkampfschlager - Riesen-Sauställe für Tierversuche in Halbhöhenlage - wird zum Rohrkrepierer
Leserbrief vom 12. Oktober 2006
Am Neuen Markt sind manche reich geworden, aber nicht die, die erst 2000, kurz vor dem Platzen der Blase, eingestiegen sind. Zu letzteren gehört die Tübinger Oberbürgermeisterin und sie will es bis heute nicht wahr haben. Wenn sie es zugeben würde, hätten ihr viele verziehen, da sie ja nicht allein den Kittel hineinbekommen hat. Sie aber schmeißt munter neues gutes Geld dem verzockten nach. Allein die Mietsubventionen der Oberen Viehweide, die Kosten für die Werbefritzen von WIT und Bioregio STERN, machen Tübingen Jahr für Jahr um 1 Million ärmer. Und wenn auch nur 4 Millionen Verlust verzinst werden, sind das im Jahr 240 000 Euro Schuldzinsen.
Jetzt müssen alle Erfolge der Bio- und Medizintechnikbranche bis hin zu Biodiesel herhalten, um die armen Gemeinderäte, die sich nasführen ließen, mit Durchhalteparolen bei Laune zu halten.
Aus dem Wahnsinn wird Methode. Ohne öffentliche Debatte und Information, bei Nacht und Nebel und Verdonnerung der Gemeinderäte zu Geheimräten, soll jetzt noch grünes Licht für den Bau eines 3250 qm großen Schweinestalls (38 x 85,5 Meter) auf 470 m hoher Halbhöhenlage gegeben werden.
Die 600 armen Säue erwarten laut Böhringer Ingelheim “Infektionen mit neu auftretenden Erregern und Erregertypen“. An ihnen sollen „gentechnische Arbeiten“ durchgeführt werden „mit gentechnisch modifizierten Erregertypen der Sicherheitsklassen S 1 bis S 3“. Da gibt es „täglich maximal 80 000“ Liter Abwässer, davon 3600 Liter thermisch sterilisiertes Kot-Gülle-Gemisch. Die Versuchsschweine werden ohne Einstreu gehalten. Nach dem Auszug der BFA für Virenforschung soll dann noch ein ebenso großer Rinderstall mit Albblick gebaut werden. Als Tüpfelchen auf dem I gibt es dann noch eine „auf eine alkalische Hydrolyseanlage umgestellte Tierkörperbeseitigungsanlage“. Manche Biologen sprechen davon, dass sie da lieber neben einem Atomkraftwerk wohnen wollten.
Anton Brenner
Stadtrat der Linken
Anmerkung: Bis auf den Vertreter der TüLL-Fraktion im Planungsausschuss, Anton Brenner, haben alle Gemeinderäte der anderen Fraktionen der Russ-Schererschen Saustallplanung auf der Oberen Viehweide zugestimmt.
Am Neuen Markt sind manche reich geworden, aber nicht die, die erst 2000, kurz vor dem Platzen der Blase, eingestiegen sind. Zu letzteren gehört die Tübinger Oberbürgermeisterin und sie will es bis heute nicht wahr haben. Wenn sie es zugeben würde, hätten ihr viele verziehen, da sie ja nicht allein den Kittel hineinbekommen hat. Sie aber schmeißt munter neues gutes Geld dem verzockten nach. Allein die Mietsubventionen der Oberen Viehweide, die Kosten für die Werbefritzen von WIT und Bioregio STERN, machen Tübingen Jahr für Jahr um 1 Million ärmer. Und wenn auch nur 4 Millionen Verlust verzinst werden, sind das im Jahr 240 000 Euro Schuldzinsen.
Jetzt müssen alle Erfolge der Bio- und Medizintechnikbranche bis hin zu Biodiesel herhalten, um die armen Gemeinderäte, die sich nasführen ließen, mit Durchhalteparolen bei Laune zu halten.
Aus dem Wahnsinn wird Methode. Ohne öffentliche Debatte und Information, bei Nacht und Nebel und Verdonnerung der Gemeinderäte zu Geheimräten, soll jetzt noch grünes Licht für den Bau eines 3250 qm großen Schweinestalls (38 x 85,5 Meter) auf 470 m hoher Halbhöhenlage gegeben werden.
Die 600 armen Säue erwarten laut Böhringer Ingelheim “Infektionen mit neu auftretenden Erregern und Erregertypen“. An ihnen sollen „gentechnische Arbeiten“ durchgeführt werden „mit gentechnisch modifizierten Erregertypen der Sicherheitsklassen S 1 bis S 3“. Da gibt es „täglich maximal 80 000“ Liter Abwässer, davon 3600 Liter thermisch sterilisiertes Kot-Gülle-Gemisch. Die Versuchsschweine werden ohne Einstreu gehalten. Nach dem Auszug der BFA für Virenforschung soll dann noch ein ebenso großer Rinderstall mit Albblick gebaut werden. Als Tüpfelchen auf dem I gibt es dann noch eine „auf eine alkalische Hydrolyseanlage umgestellte Tierkörperbeseitigungsanlage“. Manche Biologen sprechen davon, dass sie da lieber neben einem Atomkraftwerk wohnen wollten.
Anton Brenner
Stadtrat der Linken
Anmerkung: Bis auf den Vertreter der TüLL-Fraktion im Planungsausschuss, Anton Brenner, haben alle Gemeinderäte der anderen Fraktionen der Russ-Schererschen Saustallplanung auf der Oberen Viehweide zugestimmt.
Anton Brenner - 2006/10/16 14:59
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