Wahl beendet die "Heimsuchung" Russ-Scherer. Prognose vom 31. Mai 2006
Am 31. Mai 2006 erschien im Schwäbischen Tagblatt folgende "Mittwochspalte":
... egal, wer die achtjährige Heimsuchung Russ-Scherer beerbt.

Foto und Buchegger-Karikatur: Russ-Scherer
Wer ständig die Chefin raushängt, Rathausmitarbeiter vor versammelter Mannschaft abkanzelt und nicht zuhören kann, hat keinerlei Führungsqualitäten. Nur Personen ohne Selbstbewusstsein müssen ständig zeigen, dass sie der Chef sind. Das zweite SPD-OB-Zwischenspiel im Tübinger Rathaus geht dem Ende zu. An die Abschiedsfeiern kann man sich richtig gewöhnen. Zuerst Weimer, dann Höschele, im Herbst dann ein wahres „Highlight“. Dem Tübinger Rathausquartett (TüRaQua), Kämmerer Rein und seinen zwei Mitgeigern, geht die Arbeit nicht aus. Vielleicht besteht das Quartett im Herbst aus Dankbarkeit nicht nur aus drei, sondern aus acht Personen. Für die acht Jahre Russ-Scherer, und ihre acht Schüsse in den Ofen.
Zwischen 10 und 15 Millionen Euro verlor die Stadt durch Unprofessionalität, gepaart mit Profilierungssucht beim Technologiepark Obere Viehweide. Jedes Jahr wird es eine Million mehr. In ihrer Rechthaberei verhinderte die OB konventionelle Parkhäuser im Französischen- und Loretto-Viertel und setzte sich zwei vollautomatische Denkmäler, die jedes Jahr Hunderttausende an Zuschuss verschlingen und jede Menge Ärger bringen.
Wie bei den Parvenus der Neuen Mitte üblich, musste sich Tübingen mit externen Beratern schmücken und viel Geld für deren banalen Blödsinn hinblättern. Die Mitarbeiter der Verwaltung wurden mit dem Reformzirkus „Projektorientierte Matrixorganisation“ oder „Matrixorientierte Projektorganisation“ mit „Kompetenzcentern“, „Führungsunterstützung“, Workshops und „Open-Space-Seminaren“ genervt und demotiviert. Mit einem Kurswechsel bei den Gebühren der Stadtwerke („Wir sind nicht mehr der billige Jakob“) erschloss die Rathauschefin eine neue Einnahmequelle. Diese Einwohnersteuer über Gebühren trifft die, sie es sich am wenigsten leisten und die nicht ausweichen können, und stellt alle Steuertheorien auf den Kopf. Mobben und Begünstigen sind zwei Seiten einer Medaille. Dabei sind die von der OB offen Geförderten oft noch mehr blamiert und beschädigt, was zuletzt das verhinderte „Alleinstellungsmerkmal“ für die TüGast zeigte.
Ein weiteres Russ-Scherer-Denkmal ist die Ruine an der Blauen Brücke. Eine Disco oder ein Kaufhaus könnte seit Jahren das Schandmal kaschieren und das Metropol-Parkhaus vor Millionendefiziten bewahren. Und die Depot-Bebauung zeigt das architektonische Credo der OB, die längst auch Baubürgermeisterin mit einem Beraterstab aus Ludwigsburg ist: Entweder teure Schickimicki-Fuzzis aus München oder Barackenbauer aus Heilbronn. Dafür hätte man nicht acht Jahre Zinsen zahlen oder Lichterketten veranstalten müssen.
Seit der vernünftige SPD-Mann Lucke zum Ersten Bürgermeister gewählt ist, läuft die Uhr für Russ-Scherer. Wer ein Problem hat, soll gleich zu Lucke gehen. Lucke wird auch dafür sorgen, dass die Verwaltung läuft, egal wer die achtjährige Heimsuchung Russ-Scherer beerbt.
Anton Brenner. Stadtrat der Linken
... egal, wer die achtjährige Heimsuchung Russ-Scherer beerbt.

Foto und Buchegger-Karikatur: Russ-Scherer
Wer ständig die Chefin raushängt, Rathausmitarbeiter vor versammelter Mannschaft abkanzelt und nicht zuhören kann, hat keinerlei Führungsqualitäten. Nur Personen ohne Selbstbewusstsein müssen ständig zeigen, dass sie der Chef sind. Das zweite SPD-OB-Zwischenspiel im Tübinger Rathaus geht dem Ende zu. An die Abschiedsfeiern kann man sich richtig gewöhnen. Zuerst Weimer, dann Höschele, im Herbst dann ein wahres „Highlight“. Dem Tübinger Rathausquartett (TüRaQua), Kämmerer Rein und seinen zwei Mitgeigern, geht die Arbeit nicht aus. Vielleicht besteht das Quartett im Herbst aus Dankbarkeit nicht nur aus drei, sondern aus acht Personen. Für die acht Jahre Russ-Scherer, und ihre acht Schüsse in den Ofen.
Zwischen 10 und 15 Millionen Euro verlor die Stadt durch Unprofessionalität, gepaart mit Profilierungssucht beim Technologiepark Obere Viehweide. Jedes Jahr wird es eine Million mehr. In ihrer Rechthaberei verhinderte die OB konventionelle Parkhäuser im Französischen- und Loretto-Viertel und setzte sich zwei vollautomatische Denkmäler, die jedes Jahr Hunderttausende an Zuschuss verschlingen und jede Menge Ärger bringen.
Wie bei den Parvenus der Neuen Mitte üblich, musste sich Tübingen mit externen Beratern schmücken und viel Geld für deren banalen Blödsinn hinblättern. Die Mitarbeiter der Verwaltung wurden mit dem Reformzirkus „Projektorientierte Matrixorganisation“ oder „Matrixorientierte Projektorganisation“ mit „Kompetenzcentern“, „Führungsunterstützung“, Workshops und „Open-Space-Seminaren“ genervt und demotiviert. Mit einem Kurswechsel bei den Gebühren der Stadtwerke („Wir sind nicht mehr der billige Jakob“) erschloss die Rathauschefin eine neue Einnahmequelle. Diese Einwohnersteuer über Gebühren trifft die, sie es sich am wenigsten leisten und die nicht ausweichen können, und stellt alle Steuertheorien auf den Kopf. Mobben und Begünstigen sind zwei Seiten einer Medaille. Dabei sind die von der OB offen Geförderten oft noch mehr blamiert und beschädigt, was zuletzt das verhinderte „Alleinstellungsmerkmal“ für die TüGast zeigte.
Ein weiteres Russ-Scherer-Denkmal ist die Ruine an der Blauen Brücke. Eine Disco oder ein Kaufhaus könnte seit Jahren das Schandmal kaschieren und das Metropol-Parkhaus vor Millionendefiziten bewahren. Und die Depot-Bebauung zeigt das architektonische Credo der OB, die längst auch Baubürgermeisterin mit einem Beraterstab aus Ludwigsburg ist: Entweder teure Schickimicki-Fuzzis aus München oder Barackenbauer aus Heilbronn. Dafür hätte man nicht acht Jahre Zinsen zahlen oder Lichterketten veranstalten müssen.
Seit der vernünftige SPD-Mann Lucke zum Ersten Bürgermeister gewählt ist, läuft die Uhr für Russ-Scherer. Wer ein Problem hat, soll gleich zu Lucke gehen. Lucke wird auch dafür sorgen, dass die Verwaltung läuft, egal wer die achtjährige Heimsuchung Russ-Scherer beerbt.
Anton Brenner. Stadtrat der Linken
Anton Brenner - 2006/11/05 12:37
www.solid-sds.de
