Bürgermeister Lucke versenkt 13000 Euro
Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt vom 20.01.2007
Egal, ob der liebe Boris Palmer gute Ideen hat oder noch einige Bolzen dreht, die Stadt Tübingen ist überregional im Gespräch. Das macht Tübingen attraktiver.
Mit ihrer spektakulären Abwahl kam auch noch Brigitte Russ-Scherer und damit Tübingen deutschlandweit in die Presse. Das war ihr erfolgreichster Beitrag zum Tübinger Stadtmarketing.
Auch die Rathaus-SPD ist zu loben, dass sie den Rummel um Tübingen am Leben erhält. Die Truppe um den OB-Wahlkampfleiter Martin Rosemann liegt im Benchmarking inzwischen knapp vor der Wiesbadener SPD. Das tröstet über die verhagelte Exzellenzbewerbung der Tübinger Uni hinweg.
Eine schlimme Folge der Wahl ist jedoch, dass die Tübinger SPD und FDP das Vertrauen in die Tübinger Wählerschaft verloren haben. Wie können die Wähler das Vertrauen von Schöning und Sütterlin (FDP), von Braungardt-Friedrichs und teWildt (SPD) bis zu den Stadtratswahlen 2009 zurückgewinnen? Schlimmstenfalls droht uns, dass sie wie die Wiesbadener aus Enttäuschung keine Liste einreichen.
Beruhigend ist, dass trotz des Wechsels auf dem Rathaus-Orgelbock die alten Pfeifen geblieben sind. Anders ist nicht zu verstehen, dass die Grundsteuerbescheide in diesem Jahr zweimal verschickt werden, jeweils für schlappe 13000 Euro. Der Erste Bürgermeister Lucke (SPD) konnte auf keinen Fall zwei Wochen warten, bis als Kompromiss ein Hebesatz von 470 statt 490 beschlossen wird. Gewählt wurde Lucke unter anderem, weil damit die Abwahl der SPD-Oberin besiegelt war und er uns und der UFW gegenüber die Grundsteuererhöhung als einen Fehler bezeichnet hatte. Kaum gewählt vertrat er jedoch das genaue Gegenteil, wobei er nun trotzig zum Preis von 13 000 Euro blieb. Er wird uns noch viel Spaß machen.
Anton Brenner
Stadtrat der Linken
Egal, ob der liebe Boris Palmer gute Ideen hat oder noch einige Bolzen dreht, die Stadt Tübingen ist überregional im Gespräch. Das macht Tübingen attraktiver.
Mit ihrer spektakulären Abwahl kam auch noch Brigitte Russ-Scherer und damit Tübingen deutschlandweit in die Presse. Das war ihr erfolgreichster Beitrag zum Tübinger Stadtmarketing.
Auch die Rathaus-SPD ist zu loben, dass sie den Rummel um Tübingen am Leben erhält. Die Truppe um den OB-Wahlkampfleiter Martin Rosemann liegt im Benchmarking inzwischen knapp vor der Wiesbadener SPD. Das tröstet über die verhagelte Exzellenzbewerbung der Tübinger Uni hinweg.
Eine schlimme Folge der Wahl ist jedoch, dass die Tübinger SPD und FDP das Vertrauen in die Tübinger Wählerschaft verloren haben. Wie können die Wähler das Vertrauen von Schöning und Sütterlin (FDP), von Braungardt-Friedrichs und teWildt (SPD) bis zu den Stadtratswahlen 2009 zurückgewinnen? Schlimmstenfalls droht uns, dass sie wie die Wiesbadener aus Enttäuschung keine Liste einreichen.
Beruhigend ist, dass trotz des Wechsels auf dem Rathaus-Orgelbock die alten Pfeifen geblieben sind. Anders ist nicht zu verstehen, dass die Grundsteuerbescheide in diesem Jahr zweimal verschickt werden, jeweils für schlappe 13000 Euro. Der Erste Bürgermeister Lucke (SPD) konnte auf keinen Fall zwei Wochen warten, bis als Kompromiss ein Hebesatz von 470 statt 490 beschlossen wird. Gewählt wurde Lucke unter anderem, weil damit die Abwahl der SPD-Oberin besiegelt war und er uns und der UFW gegenüber die Grundsteuererhöhung als einen Fehler bezeichnet hatte. Kaum gewählt vertrat er jedoch das genaue Gegenteil, wobei er nun trotzig zum Preis von 13 000 Euro blieb. Er wird uns noch viel Spaß machen.
Anton Brenner
Stadtrat der Linken
Anton Brenner - 2007/01/21 22:04
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