Schwarzer Block im Tübinger Kreistag prügelt sich für die Globalisierung
Kreisecke. Schwäbisches Tagblatt. 12. Juni 2007
Der Rottenburger SPD-Kreisrat Hahn wird, wenn er weiter so devote Bücklinge vor der schwarzen Kreistagsmehrheit macht, sicher noch eine gewaltige Karriere in einem CDU-Ministerium in Stuttgart machen. Er könnte es sogar zum ersten CDU-Minister mit SPD-Parteibuch bringen. Eine knappe Mehrheit seiner Fraktion folgte ihm, der Rest übte Fraktionsdisziplin, als er sich für die Einbeziehung der Hauptschüler in die Bezahlung der Schülerbeförderungskosten verkämpfte. Dabei hätten ein paar Stimmen aus der SPD gereicht, den Einstieg des Kreises in die Finanzierung der Bildungsnebenkosten durchzusetzen, da die Freien Wähler dazu bereit waren.
Genau so erbittert, wie die SPD gegen ihr eigenes Programm und ihr Klientel kämpft, haut die Kreistags-CDU auf eine Wählergruppe ein, die ihr früher eigentlich gewogen war: Die Handwerker. Früher setzten sich die Konservativen noch für das örtliche Handwerk ein. Jetzt überlassen die Herren Tappeser und Höschele das uns Linken. Mit abenteuerlich fadenscheinigen Gründen warnen sie vor einer Traiftreue-Regelung, die das lokale Handwerk schützen soll. Wenn ein Angebot auch nur mit einem Kugelschreiber, der außerhalb der Tariftreue in China hergestellt wurde, unterzeichnet werde, stünden die armen Handwerker schon mit einem Fuß im Gefängnis. Da lachen nicht nur die Hühner in Rottenburg, Herr Oberbürgermeister, Landtagsabgeordneter und Globalisierungsfan Tappeser!
Viele Aufträge kämen in der Gesamtsumme der Öffentlichen Hand billiger, wenn die Anfahrtswege, auch für die Wartung, eingerechnet würden. Alle Welt redet von der Förderung von lokalen Wirtschaftskreisläufen, auch aus ökologischen Gründen. Aber unsere CDU-Biedermänner im Ländle meinen, damit würde der Globalisierungsprozess aus dem Gleis geworfen. Wenn die Deutschen etwas machen, dann 150-prozentig. Früher der Nationalismus, jetzt der Globalismus. Normal und auf dem lokalen Teppich bleiben, das genügt unserem deutschen Michel und dem schwarzen Block im Kreistag nicht.
Uns kann es recht sein, wenn die CDU mit ihren treuesten Anhängern Zoff anfängt, auf die Handwerker eindrischt, wenn die SPD sich rechts von den freien Wählern positioniert und die Grünen zur Ein-Thema-Radfahrerpartei werden. Herzlichen Glückwunsch noch zum Blitzstart des neuen CDU-Standverbandsvorsitzenden Oppermann, der unsere Kreisrats- und Stadtratskollegin Ute Friesch abgelöst hat. Der populistische Kampf an der Moped-Front für freies Knattern im Fußgängertunnel, Seite an Seite mit dem Tübinger Original Eisenhart, braucht sicher für lange Zeit den ganzen Opper-Mann.
Anton Brenner, Kreisrat der Linken
Der Rottenburger SPD-Kreisrat Hahn wird, wenn er weiter so devote Bücklinge vor der schwarzen Kreistagsmehrheit macht, sicher noch eine gewaltige Karriere in einem CDU-Ministerium in Stuttgart machen. Er könnte es sogar zum ersten CDU-Minister mit SPD-Parteibuch bringen. Eine knappe Mehrheit seiner Fraktion folgte ihm, der Rest übte Fraktionsdisziplin, als er sich für die Einbeziehung der Hauptschüler in die Bezahlung der Schülerbeförderungskosten verkämpfte. Dabei hätten ein paar Stimmen aus der SPD gereicht, den Einstieg des Kreises in die Finanzierung der Bildungsnebenkosten durchzusetzen, da die Freien Wähler dazu bereit waren.
Genau so erbittert, wie die SPD gegen ihr eigenes Programm und ihr Klientel kämpft, haut die Kreistags-CDU auf eine Wählergruppe ein, die ihr früher eigentlich gewogen war: Die Handwerker. Früher setzten sich die Konservativen noch für das örtliche Handwerk ein. Jetzt überlassen die Herren Tappeser und Höschele das uns Linken. Mit abenteuerlich fadenscheinigen Gründen warnen sie vor einer Traiftreue-Regelung, die das lokale Handwerk schützen soll. Wenn ein Angebot auch nur mit einem Kugelschreiber, der außerhalb der Tariftreue in China hergestellt wurde, unterzeichnet werde, stünden die armen Handwerker schon mit einem Fuß im Gefängnis. Da lachen nicht nur die Hühner in Rottenburg, Herr Oberbürgermeister, Landtagsabgeordneter und Globalisierungsfan Tappeser!
Viele Aufträge kämen in der Gesamtsumme der Öffentlichen Hand billiger, wenn die Anfahrtswege, auch für die Wartung, eingerechnet würden. Alle Welt redet von der Förderung von lokalen Wirtschaftskreisläufen, auch aus ökologischen Gründen. Aber unsere CDU-Biedermänner im Ländle meinen, damit würde der Globalisierungsprozess aus dem Gleis geworfen. Wenn die Deutschen etwas machen, dann 150-prozentig. Früher der Nationalismus, jetzt der Globalismus. Normal und auf dem lokalen Teppich bleiben, das genügt unserem deutschen Michel und dem schwarzen Block im Kreistag nicht.
Uns kann es recht sein, wenn die CDU mit ihren treuesten Anhängern Zoff anfängt, auf die Handwerker eindrischt, wenn die SPD sich rechts von den freien Wählern positioniert und die Grünen zur Ein-Thema-Radfahrerpartei werden. Herzlichen Glückwunsch noch zum Blitzstart des neuen CDU-Standverbandsvorsitzenden Oppermann, der unsere Kreisrats- und Stadtratskollegin Ute Friesch abgelöst hat. Der populistische Kampf an der Moped-Front für freies Knattern im Fußgängertunnel, Seite an Seite mit dem Tübinger Original Eisenhart, braucht sicher für lange Zeit den ganzen Opper-Mann.
Anton Brenner, Kreisrat der Linken
Anton Brenner - 2007/06/13 13:31
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