Trickser Martin Rosemann
SPD knausert bei Altenpflege und pflegt Privatschulen
Was Du nicht willst , das man Dir tu …..
Mittwochspalte Schwäbisches Tagblatt, 24.08.2007
Stadtseniorenrat, Begegnungsstätte Hirsch und Altenberatungsstelle regten im Sozialausschuss einen Fachtag zum Thema Seniorenarbeit an. Gute Idee! Auch Tübinger Pflegeeinrichtungen sollten auf den Prüfstand. Wer glaubt einer Heimbewohnerin, dass sie eine halbe Stunde auf die Pfanne gewartet hat oder Windeln angelegt werden, weil das Personal für Toilettengänge fehlt. Zuwenig Personal ist der Grund für viele Missstände. Darunter leiden strukturell alle Pflegeheime. Warum gilt in der Altenpflege nicht die goldene Regel: was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu? Von CDU und SPD sind in der Pflegeversicherung wenig Verbesserungen zu erwarten. Die Bundesregierung finanziert lieber eine Werbekampagne für das Renteneintrittsalter mit 67. Meine Gewerkschaft Ver.di hat den Abdruck solcher Anzeigen in ihren Publikationen abgelehnt.
Solange die SPD diesen Kurs fährt, wird sie sich von ihrem Tief nicht erholen. Kollege Martin Rosemann schrieb am letzten Mittwoch Unsinn. Der SPD-Fraktionschef glorifizierte einmal mehr den Technologie-Park. Auf dem Höhepunkt der Neuen-Markt-Blase einen Technologiepark zu bauen war ebenso genial blöd wie heute, bei der platzenden Kredit-Blase, öffentliche Gelder in US-Subprime-Krediten anlegen zu wollen.
Vom Tricksen versteht die SPD mehr als vom kommunalen Wirtschaften: Mitten in den Ferien wollte das SPD-Trio, Bürgermeister Lucke, Schulamtsleiterin Schwarz-Österreicher, assistiert von Rosemann, den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat die Zustimmung abluchsen, das Gesundheitsamt der „Freien Aktiven Schule“ zuzuschustern. Mit diesem Gebäude würde die Privatschule doppelt soviel Platz bekommen, wie sie benötigt. Den staatlichen Schulen dagegen fehlen Räume an jeder Ecke. Der Versuch scheiterte, in einer Nacht- und Nebel-Aktion, Fakten zu schaffen, vorbei an Gemeinderat und Oberbürgermeister. Die Stadt sollte für 1,4 Millionen das Gesundheitsamt vom Land kaufen und noch reinstecken, um die „Freie Aktive Schule“ in der Region zu versorgen. Die Stadt müsste pro Jahr ca. 70 000 Euro draufzahlen.
Manche Eltern leisten sich eine Privatschule, damit ihren Kindern der Kontakt zu „bildungsfernen Schichten“ erspart wird. Andere sind auf spezielle Angebote von Privaten angewiesen. Von mir aus dürfen Waldorfschulen den Kindern beibringen, dass sie zur atlantischen Wurzelrasse gehören und nicht zur lemurischen. Und Maria Montessori (laut Wikipedia Mussolini-Verehrerin) darf die Pädagogik für „Freie Aktive Schulen“ liefern. Aber es ist falsche Politik, öffentliche Schulen verkommen lassen und sich für Private zu verausgaben. Das ist weder sozialdemokratisch, noch liberal oder christlich. Die Linke will ein integriertes Schulwesen, das allen Kindern den gleichberechtigten Zugang zu Bildung ab dem Kindergarten ermöglicht. Der Tübinger Arbeitslosentreff TAT und die Kreisarmutskonferenz forderten kostenloses Schulessen und Zuschüsse zur Einschulung, um Kinderarmut zu stoppen. Wo blieb da die schnelle Reaktion? Wenigstens die Caritas bietet für Hartz-IV-Familien einen Gutschein zur Einschulung an.
Gerlinde Strasdeit, Stadträtin der Tübinger Linken.
Was Du nicht willst , das man Dir tu …..
Mittwochspalte Schwäbisches Tagblatt, 24.08.2007
Stadtseniorenrat, Begegnungsstätte Hirsch und Altenberatungsstelle regten im Sozialausschuss einen Fachtag zum Thema Seniorenarbeit an. Gute Idee! Auch Tübinger Pflegeeinrichtungen sollten auf den Prüfstand. Wer glaubt einer Heimbewohnerin, dass sie eine halbe Stunde auf die Pfanne gewartet hat oder Windeln angelegt werden, weil das Personal für Toilettengänge fehlt. Zuwenig Personal ist der Grund für viele Missstände. Darunter leiden strukturell alle Pflegeheime. Warum gilt in der Altenpflege nicht die goldene Regel: was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu? Von CDU und SPD sind in der Pflegeversicherung wenig Verbesserungen zu erwarten. Die Bundesregierung finanziert lieber eine Werbekampagne für das Renteneintrittsalter mit 67. Meine Gewerkschaft Ver.di hat den Abdruck solcher Anzeigen in ihren Publikationen abgelehnt.
Solange die SPD diesen Kurs fährt, wird sie sich von ihrem Tief nicht erholen. Kollege Martin Rosemann schrieb am letzten Mittwoch Unsinn. Der SPD-Fraktionschef glorifizierte einmal mehr den Technologie-Park. Auf dem Höhepunkt der Neuen-Markt-Blase einen Technologiepark zu bauen war ebenso genial blöd wie heute, bei der platzenden Kredit-Blase, öffentliche Gelder in US-Subprime-Krediten anlegen zu wollen.
Vom Tricksen versteht die SPD mehr als vom kommunalen Wirtschaften: Mitten in den Ferien wollte das SPD-Trio, Bürgermeister Lucke, Schulamtsleiterin Schwarz-Österreicher, assistiert von Rosemann, den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat die Zustimmung abluchsen, das Gesundheitsamt der „Freien Aktiven Schule“ zuzuschustern. Mit diesem Gebäude würde die Privatschule doppelt soviel Platz bekommen, wie sie benötigt. Den staatlichen Schulen dagegen fehlen Räume an jeder Ecke. Der Versuch scheiterte, in einer Nacht- und Nebel-Aktion, Fakten zu schaffen, vorbei an Gemeinderat und Oberbürgermeister. Die Stadt sollte für 1,4 Millionen das Gesundheitsamt vom Land kaufen und noch reinstecken, um die „Freie Aktive Schule“ in der Region zu versorgen. Die Stadt müsste pro Jahr ca. 70 000 Euro draufzahlen.
Manche Eltern leisten sich eine Privatschule, damit ihren Kindern der Kontakt zu „bildungsfernen Schichten“ erspart wird. Andere sind auf spezielle Angebote von Privaten angewiesen. Von mir aus dürfen Waldorfschulen den Kindern beibringen, dass sie zur atlantischen Wurzelrasse gehören und nicht zur lemurischen. Und Maria Montessori (laut Wikipedia Mussolini-Verehrerin) darf die Pädagogik für „Freie Aktive Schulen“ liefern. Aber es ist falsche Politik, öffentliche Schulen verkommen lassen und sich für Private zu verausgaben. Das ist weder sozialdemokratisch, noch liberal oder christlich. Die Linke will ein integriertes Schulwesen, das allen Kindern den gleichberechtigten Zugang zu Bildung ab dem Kindergarten ermöglicht. Der Tübinger Arbeitslosentreff TAT und die Kreisarmutskonferenz forderten kostenloses Schulessen und Zuschüsse zur Einschulung, um Kinderarmut zu stoppen. Wo blieb da die schnelle Reaktion? Wenigstens die Caritas bietet für Hartz-IV-Familien einen Gutschein zur Einschulung an.
Gerlinde Strasdeit, Stadträtin der Tübinger Linken.
Gerlinde_Strasdeit - 2007/10/18 20:33

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