Pierre Vogel, Vizekanzler Steinmeier, Muhabbet und die Scharia in der Tübinger Sporthalle
Leserbrief zu der Muslim-Veranstaltung in der Hermann-Hepper-Turnhalle, erschienen am 30.11.2007 im Schwäbischen Tagblatt
In einer städtischen Halle Tübingens gilt die fundamentalistisch verstandene Scharia und unser SPD-Vizekanzler singt und tanzt mit einem Islamisten, der den Mörder von Theo van Gogh noch als harmlos aussehen lässt, weil er ihn vor dem Abschlachten noch gefoltert hätte.
Dem veranstaltenden Islamischen Verein sollte vor sechs Jahren unter rührender Anteilnahme des Schwäbischen Tagblatts, der SPD-Rathausspitze und des Küng’schen Instituts für Ökumenische Forschungen ein Islamischer Kindergarten überantwortet werden, um die Kinder unserer moslemischen Mitbürger abzusondern und unter ihre Fuchtel zu bekommen, was wir mit knapper Not verhindern konnten. Am 18. 3. 2001 habe ich im Tagblatt geschrieben, dass der Islamische Verein Tübingen nach eigenen Angaben seine Gottesdienste „nicht im Gebetsraum des eher kemalistisch-laizistischen türkischen Vereins abhalten kann, deren Moschee sei ‚Gotteslästerung‘, wohl aber bei den alten Bekannten des Landesamtes für Verfassungsschutz, in der Grünen Moschee oder bei Milli Görüs.
Zu gern hätte ich jetzt gesehen, wenn bei der Veranstaltung in der Hermann-Hepper-Turnhalle Professor Kuschel-Baumann, te Wildt und Peter Ertle der Zutritt durch die Frauentüre verweigert worden wäre, während die damals ebenso Muslim-Kindergarten-Begeisterten wie die SPD-Stadträtinnen und Frau Schwarz-Österreicher zu dem Apartheitsritual eines separaten Fraueneingangs und auf separate Frauensitzplätze gezwungen worden wären. Vielleicht würden sie dann zu den Anfängen nicht mehr gemeinsam singen und tanzen, sondern ihnen wehren.
Anton Brenner, Stadt- und Kreisrat der Linken
Pierre Vogel live:
http://www.youtube.com/watch?v=UIKJwlGu1FU
http://youtube.com/watch?v=oybWZ7h5KkE
http://youtube.com/watch?v=Wyg1Nk1V52Y
swr Sendung über die Tübinger Veranstaltung:
http://www.swr.de/swr1/bw/programm/-/id=446250/nid=446250/did=2803844/r1e3yy/index.html
Der Streit um den Islamischen Kindergarten in Tübingen im Jahre 2001:
http://tuelpds.twoday.net/stories/4506307/
Schwäbisches Tagblatt. 05.12.2007
Kein zweites Mal!
OB Palmer wendet sich an Islamischen Verein
TÜBINGEN (sep). Die Geschlechtertrennung beim Auftritt des islamischen Predigers Pierre Vogel in der Hepper-Halle hatte am Montag ein Nachspiel im Gemeinderat. Dabei versprach OB Boris Palmer: „So etwas dulden wir kein zweites Mal.“
Ausgelöst wurde die Debatte von TÜLL-Rätin Traudel Horn-Metzger, die als Gast der Veranstaltung am 25. November nur durch die „Frauentür“ eingelassen und dann auf die „Frauenplätze“ hinten im Saal verwiesen wurde. Sie wollte von der Verwaltung wissen, wie es geschehen konnte, dass der Islamische Verein „elementare grundgesetzliche Rechte außer Kraft setzen“ durfte. „An diesem Abend“, so empörte sich Ute Friesch ( CDU), „hätte man das Grundgesetz auf deutschem Boden durchsetzen müssen“.
OB Boris Palmer erklärte dazu, er habe bei der Genehmigung der Veranstaltung von der beabsichtigten Ungleichbehandlung von Männern und Frauen nichts gewusst. Wohl habe sich die Verwaltung im Vorfeld bei etlichen Stellen – etwa bei kirchlichen Sektenbeauftragten und beim Verfassungsschutz – über den angekündigten Prediger erkundigt, aber niemand habe einen „zwingenden Grund“ für eine Absage geliefert.
Im Nachhinein will Palmer dem Islamischen Verein nun „deutlich machen, dass wir es nicht billigen, wenn Grundrechte wie die Gleichberechtigung tangiert werden“. Dazu hat er Vertreter des Vereins für den 8. Januar zu einem Gespräch gebeten. Bei dieser Gelegenheit möchte er die „wichtigen Gesprächspartner nicht vor den Kopf stoßen“, ihnen aber gleichwohl unmissverständlich Bescheid stoßen, „wie man hier miteinander umgeht“.
Südwest-Presse Baden-Württemberg
06.12.2007
Scharf missbilligt
Der Städtetag Baden-Württemberg hat die erzwungene Geschlechtertrennung bei einer Veranstaltung des Islamischen Vereins in Tübingen &"aufs Schärfste&" missbilligt.
Empört hat der Städtetag Baden-Württemberg auf die Geschlechtertrennung reagiert, die der Islamische Verein Tübingen bei einer Veranstaltung mit dem Prediger Pierre Vogel durchgesetzt hat. Den Saal in der städtischen Hepper-Halle durften Frauen am 25. November nur durch einen besonderen Eingang betreten, außerdem wurden sie auf &"Frauenplätze&" im hinteren Bereich verwiesen.
Städtetags-Sprecher Manfred Stehle sieht durch diese Regelung Mädchen und Frauen diskriminiert. &"Das war ein besonders gravierender Vorgang&", sagte Stehle, &"das darf man nicht durchgehen lassen.&" Solche Vorgänge störten das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zuwanderern und schadeten der Integration. Der Tübinger OB Boris Palmer (Grüne) distanzierte sich von der Form der Veranstaltung, und sagte dazu, bei der Genehmigung der Veranstaltung habe die Stadtverwaltung nichts von der Absicht gewusst, Frauen und Männer ungleich zu behandeln. Ein zweites Mal werde man eine solche Regelung nicht dulden.
Für die Haltung des OB zeigte der Städtetag volles Verständnis. Stehle sagte, es liege im Interesse des Städtetags, dass die Kommunen bei ähnlichen Veranstaltungen ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass eine Geschlechtertrennung wie in Tübingen nicht stattfindet.
Text: RAIMUND WEIBLE
In einer städtischen Halle Tübingens gilt die fundamentalistisch verstandene Scharia und unser SPD-Vizekanzler singt und tanzt mit einem Islamisten, der den Mörder von Theo van Gogh noch als harmlos aussehen lässt, weil er ihn vor dem Abschlachten noch gefoltert hätte.
Dem veranstaltenden Islamischen Verein sollte vor sechs Jahren unter rührender Anteilnahme des Schwäbischen Tagblatts, der SPD-Rathausspitze und des Küng’schen Instituts für Ökumenische Forschungen ein Islamischer Kindergarten überantwortet werden, um die Kinder unserer moslemischen Mitbürger abzusondern und unter ihre Fuchtel zu bekommen, was wir mit knapper Not verhindern konnten. Am 18. 3. 2001 habe ich im Tagblatt geschrieben, dass der Islamische Verein Tübingen nach eigenen Angaben seine Gottesdienste „nicht im Gebetsraum des eher kemalistisch-laizistischen türkischen Vereins abhalten kann, deren Moschee sei ‚Gotteslästerung‘, wohl aber bei den alten Bekannten des Landesamtes für Verfassungsschutz, in der Grünen Moschee oder bei Milli Görüs.
Zu gern hätte ich jetzt gesehen, wenn bei der Veranstaltung in der Hermann-Hepper-Turnhalle Professor Kuschel-Baumann, te Wildt und Peter Ertle der Zutritt durch die Frauentüre verweigert worden wäre, während die damals ebenso Muslim-Kindergarten-Begeisterten wie die SPD-Stadträtinnen und Frau Schwarz-Österreicher zu dem Apartheitsritual eines separaten Fraueneingangs und auf separate Frauensitzplätze gezwungen worden wären. Vielleicht würden sie dann zu den Anfängen nicht mehr gemeinsam singen und tanzen, sondern ihnen wehren.
Anton Brenner, Stadt- und Kreisrat der Linken
Pierre Vogel live:
http://www.youtube.com/watch?v=UIKJwlGu1FU
http://youtube.com/watch?v=oybWZ7h5KkE
http://youtube.com/watch?v=Wyg1Nk1V52Y
swr Sendung über die Tübinger Veranstaltung:
http://www.swr.de/swr1/bw/programm/-/id=446250/nid=446250/did=2803844/r1e3yy/index.html
Der Streit um den Islamischen Kindergarten in Tübingen im Jahre 2001:
http://tuelpds.twoday.net/stories/4506307/
Schwäbisches Tagblatt. 05.12.2007
Kein zweites Mal!
OB Palmer wendet sich an Islamischen Verein
TÜBINGEN (sep). Die Geschlechtertrennung beim Auftritt des islamischen Predigers Pierre Vogel in der Hepper-Halle hatte am Montag ein Nachspiel im Gemeinderat. Dabei versprach OB Boris Palmer: „So etwas dulden wir kein zweites Mal.“
Ausgelöst wurde die Debatte von TÜLL-Rätin Traudel Horn-Metzger, die als Gast der Veranstaltung am 25. November nur durch die „Frauentür“ eingelassen und dann auf die „Frauenplätze“ hinten im Saal verwiesen wurde. Sie wollte von der Verwaltung wissen, wie es geschehen konnte, dass der Islamische Verein „elementare grundgesetzliche Rechte außer Kraft setzen“ durfte. „An diesem Abend“, so empörte sich Ute Friesch ( CDU), „hätte man das Grundgesetz auf deutschem Boden durchsetzen müssen“.
OB Boris Palmer erklärte dazu, er habe bei der Genehmigung der Veranstaltung von der beabsichtigten Ungleichbehandlung von Männern und Frauen nichts gewusst. Wohl habe sich die Verwaltung im Vorfeld bei etlichen Stellen – etwa bei kirchlichen Sektenbeauftragten und beim Verfassungsschutz – über den angekündigten Prediger erkundigt, aber niemand habe einen „zwingenden Grund“ für eine Absage geliefert.
Im Nachhinein will Palmer dem Islamischen Verein nun „deutlich machen, dass wir es nicht billigen, wenn Grundrechte wie die Gleichberechtigung tangiert werden“. Dazu hat er Vertreter des Vereins für den 8. Januar zu einem Gespräch gebeten. Bei dieser Gelegenheit möchte er die „wichtigen Gesprächspartner nicht vor den Kopf stoßen“, ihnen aber gleichwohl unmissverständlich Bescheid stoßen, „wie man hier miteinander umgeht“.
Südwest-Presse Baden-Württemberg
06.12.2007
Scharf missbilligt
Der Städtetag Baden-Württemberg hat die erzwungene Geschlechtertrennung bei einer Veranstaltung des Islamischen Vereins in Tübingen &"aufs Schärfste&" missbilligt.
Empört hat der Städtetag Baden-Württemberg auf die Geschlechtertrennung reagiert, die der Islamische Verein Tübingen bei einer Veranstaltung mit dem Prediger Pierre Vogel durchgesetzt hat. Den Saal in der städtischen Hepper-Halle durften Frauen am 25. November nur durch einen besonderen Eingang betreten, außerdem wurden sie auf &"Frauenplätze&" im hinteren Bereich verwiesen.
Städtetags-Sprecher Manfred Stehle sieht durch diese Regelung Mädchen und Frauen diskriminiert. &"Das war ein besonders gravierender Vorgang&", sagte Stehle, &"das darf man nicht durchgehen lassen.&" Solche Vorgänge störten das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zuwanderern und schadeten der Integration. Der Tübinger OB Boris Palmer (Grüne) distanzierte sich von der Form der Veranstaltung, und sagte dazu, bei der Genehmigung der Veranstaltung habe die Stadtverwaltung nichts von der Absicht gewusst, Frauen und Männer ungleich zu behandeln. Ein zweites Mal werde man eine solche Regelung nicht dulden.
Für die Haltung des OB zeigte der Städtetag volles Verständnis. Stehle sagte, es liege im Interesse des Städtetags, dass die Kommunen bei ähnlichen Veranstaltungen ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass eine Geschlechtertrennung wie in Tübingen nicht stattfindet.
Text: RAIMUND WEIBLE
Anton Brenner - 2007/12/04 15:44
www.solid-sds.de
