Boris Palmer vor der Entscheidung: Wird Tübingen Land und Bund weiter subventionieren?
Aus der Begründung unserer Haushaltsanträge für den Haushalt 2008
Alle fordern mehr Geldzuweisungen für die Städte und Gemeinden aus den Kassen des Bundes und der Länder. Der Städtetag, alle kommunalen Parteivertreter. Auch in Tübingen. Die Forderung fehlt in keiner Sonntagsrede oder Haushaltsrede. Auch im Tübinger Gemeinderat oder Kreistag. Doch Tübingen bringt es fertig, kommunale Gelder an das Land und den Bund abzuführen. Die Mietsubventionen beim chronisch leer stehenden Technologiepark fließen an die L-Bank und damit an das Land Baden-Württemberg, in Millionenhöhe. In den nächsten fünf Jahren sind weitere 1,5 Millionen fest eingeplant.
Unsere erste Forderung ist, diese Beträge spürbar zu senken. Damit der Druck erhöht wird, zu vermieten, an wen auch immer, oder das Gebäude an das Land oder die Uni loszuwerden.
Von den ausgewiesenen Gewinnen der Stadtwerke Tübingen gehen 46% als Steuern an Bund und Land. Das sollten wir uns nicht weiter leisten, solange Bund und Land keinerlei Neigung verspüren, die Finanzausstattung der Städte und Gemeinden zu verbessern. Was an Quersubventionierung möglich ist, sollte deshalb auch genutzt werden.
Unser zweite Hauptforderung ist deshalb, dass die Stadtwerke Tübingen nicht nur die Bäder betreuen, sondern auch die Paul-Horn-Arena, den Festplatz und die dazugehörende Parkierung, mit allen Investitionskosten. Der Kuddelmuddel auf den Weilheimer Wiesen, dass verschiedene städtische Hände zahlen und kassieren und sich gegenseitig in die Quere kommen, wäre damit beendet. Wer das Freibad, die Arena und den Festplatz betreibt, muss bei der Parkierung betriebswirtschaftlich denken. Und das kann kurioserweise auch sozialer sein als der Milchmädchenplan, Investitionen in die Parkierung losgelöst zu sehen und sich vollständig bezahlen zu lassen.
Externe Berater, externe Kostensteuerer, externe Werbe- oder Wirtschaftsförderungsagenturen sind Einrichtungen der organisierten Verantwortungslosigkeit. Man lässt es sich etwas kosten, die Verantwortung für den Misserfolg oder die Kostenüberziehung auszulagern und hat im fast schon regelmäßigen Misserfolgsfalle einen Watschemann, der nur das Geld der Allgemeinheit kostet und nicht den eigenen Kopf. Das war bei der Paul-Horn-Arena so, beim Salzstadel, jetzt etwas weniger dramatisch beim Landratsamt, und das ist die einzige Funktion der Standortagentur Reutlingen-Tübingen, Bio-Regio Stern und beim Gestaltungsbeirat, auf den man dann alle Bausünden schieben kann, die sich oft im Nachhinein als monströs herausstellen.
Deshalb unser dritte Einsparungsforderung: Schluss mit dem Beraterunwesen, wozu haben wir gute Leute in der Stadtverwaltung selbst?
1. Einsparmöglichkeiten:
200 000 € weniger Mietdefizit im Technologiepark 2008 (310 000 statt 510 000)
Streichung des Zuschusses an die Sporthallen GmbH, diese wird von den Stadtwerken betrieben
Verminderung des Zuschusses an die WIT um 50 000 €
Kündigung der Verträge mit der Standortagentur und der Bio-Regio-Stern. Keine Kosten mehr ab 2009.
10 000 € Streichung bei Gestaltungsbeirat, wegen Wegfall.
2. Mehreinnahmen:
1 000 000 € höherer Ansatz bei der Gewerbesteuer, da die Schätzung zu vorsichtig ist
2 000 000 € höherer Ansatz bei den Steuerzuweisungen, ebenso wegen chronischer Unterschätzung
Alle fordern mehr Geldzuweisungen für die Städte und Gemeinden aus den Kassen des Bundes und der Länder. Der Städtetag, alle kommunalen Parteivertreter. Auch in Tübingen. Die Forderung fehlt in keiner Sonntagsrede oder Haushaltsrede. Auch im Tübinger Gemeinderat oder Kreistag. Doch Tübingen bringt es fertig, kommunale Gelder an das Land und den Bund abzuführen. Die Mietsubventionen beim chronisch leer stehenden Technologiepark fließen an die L-Bank und damit an das Land Baden-Württemberg, in Millionenhöhe. In den nächsten fünf Jahren sind weitere 1,5 Millionen fest eingeplant.
Unsere erste Forderung ist, diese Beträge spürbar zu senken. Damit der Druck erhöht wird, zu vermieten, an wen auch immer, oder das Gebäude an das Land oder die Uni loszuwerden.
Von den ausgewiesenen Gewinnen der Stadtwerke Tübingen gehen 46% als Steuern an Bund und Land. Das sollten wir uns nicht weiter leisten, solange Bund und Land keinerlei Neigung verspüren, die Finanzausstattung der Städte und Gemeinden zu verbessern. Was an Quersubventionierung möglich ist, sollte deshalb auch genutzt werden.
Unser zweite Hauptforderung ist deshalb, dass die Stadtwerke Tübingen nicht nur die Bäder betreuen, sondern auch die Paul-Horn-Arena, den Festplatz und die dazugehörende Parkierung, mit allen Investitionskosten. Der Kuddelmuddel auf den Weilheimer Wiesen, dass verschiedene städtische Hände zahlen und kassieren und sich gegenseitig in die Quere kommen, wäre damit beendet. Wer das Freibad, die Arena und den Festplatz betreibt, muss bei der Parkierung betriebswirtschaftlich denken. Und das kann kurioserweise auch sozialer sein als der Milchmädchenplan, Investitionen in die Parkierung losgelöst zu sehen und sich vollständig bezahlen zu lassen.
Externe Berater, externe Kostensteuerer, externe Werbe- oder Wirtschaftsförderungsagenturen sind Einrichtungen der organisierten Verantwortungslosigkeit. Man lässt es sich etwas kosten, die Verantwortung für den Misserfolg oder die Kostenüberziehung auszulagern und hat im fast schon regelmäßigen Misserfolgsfalle einen Watschemann, der nur das Geld der Allgemeinheit kostet und nicht den eigenen Kopf. Das war bei der Paul-Horn-Arena so, beim Salzstadel, jetzt etwas weniger dramatisch beim Landratsamt, und das ist die einzige Funktion der Standortagentur Reutlingen-Tübingen, Bio-Regio Stern und beim Gestaltungsbeirat, auf den man dann alle Bausünden schieben kann, die sich oft im Nachhinein als monströs herausstellen.
Deshalb unser dritte Einsparungsforderung: Schluss mit dem Beraterunwesen, wozu haben wir gute Leute in der Stadtverwaltung selbst?
1. Einsparmöglichkeiten:
200 000 € weniger Mietdefizit im Technologiepark 2008 (310 000 statt 510 000)
Streichung des Zuschusses an die Sporthallen GmbH, diese wird von den Stadtwerken betrieben
Verminderung des Zuschusses an die WIT um 50 000 €
Kündigung der Verträge mit der Standortagentur und der Bio-Regio-Stern. Keine Kosten mehr ab 2009.
10 000 € Streichung bei Gestaltungsbeirat, wegen Wegfall.
2. Mehreinnahmen:
1 000 000 € höherer Ansatz bei der Gewerbesteuer, da die Schätzung zu vorsichtig ist
2 000 000 € höherer Ansatz bei den Steuerzuweisungen, ebenso wegen chronischer Unterschätzung
Anton Brenner - 2007/12/06 12:19
www.solid-sds.de
