Eltern zahlen den Abriss der Mühlstraße 3
Schwäbisches Tagblatt 24.05.2009: Leserbriefe
Sozialabbau pur
Die Linke ist gegen die Erhöhung von Kindergartengebühren.
Eine achtprozentige Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren bei gleichzeitigen Leistungskürzungen von zehn Prozent ist Sozialabbau pur. Das konnten wir im Tübinger Gemeinderat gerade noch einmal abwenden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Nach dem Kommunalwahlkampf steht diese kinderfeindliche Vorgabe erneut auf der Tagesordnung im Rathaus.
Während die SPD landesweit die Forderung nach gebührenfreien Kindergärten plakatiert, macht sie in Tübingen das genaue Gegenteil. Erst forderte SPD-Lucke in der Verwaltungsvorlage acht Prozent Erhöhung. Dann ruderte der soziale Engel Rosemann auf eine Erhöhung von vier Prozent zurück. Die Grünen trugen das mit. Aber der Wahlkampftrick ging schief. Wir Linke beantragen, auf die Erhöhungen ganz zu verzichten. Sowas passt nicht in die Landschaft. Vorschulbildung muss gebührenfrei werden. Die Tübinger SPD blinkt links und handelt unsozial.
In Frankfurt unterstützt eine CDU-Oberbürgermeisterin die Forderungen der ErzieherInnen nach besserer Bezahlung. Herr Lucke hätte das auch tun können, aber er verurteilte im Sozialausschuss den Streik. Wir Linke solidarisieren uns mit den Beschäftigten und fordern mehr Personal und kleinere Gruppen.
Gerlinde Strasdeit, Stadträtin der Tübinger Linken, Tübingen
Abgekartetes Spiel
Kostenberechnungen zu Kinderbetreuung und Straßenumbau.
SPD-Bürgermeister Lucke wollte die Kinderbetreuungsgebühren um acht Prozent erhöhen, bei Kleinkindern um 28 Prozent (Stundensatz 0,64 statt bisher 0.50 Euro). Als die Verwaltung keine klare Auskunft über die Erhöhungen im neuen Gebührensystem geben konnte und ich auf das abgekartete Spiel der SPD hinwies – Lucke beantragt die Erhöhung und Rosemann spielt dann den weißen Retter mit einem Reduzierungsantrag –, zog Palmer die Notbremse. Er ließ so lange abstimmen, bis der SPD-Spuk vom Tisch war. Es ging um eine Mehrbelastung der Eltern von 177000 Euro im Jahr 2009 und 367000 Euro im Jahr 2010.
Die unsinnige Umbau-Vollsperrung der Mühlstraße kostet allein den Stadtverkehr 677000 Euro in den fünf Monaten, jeder weitere Umbaumonat kostet 140000 Euro. Das dabei vergeudete CO2 kann Palmer in einer 100-jährigen Tübingen-macht-blau-Kampagne nicht mehr hereinholen. Der noch blödere „Rückbau“ (Abriss) der Mühlstraße 3 kostet 553000 Euro plus 50000 für Hangsicherung, die verschlossene Treppenanlage würde 143000 Euro kosten, die Verkehrslenkung wegen der Umleitung kostet 170000 Euro. Die sind nicht mehr ganz bei Trost – und der Wähler entscheidet am 7. Juni, ob es gerade so weitergeht.
Anton Brenner, Stadt- und Kreisrat der Linken, Tübingen
Sozialabbau pur
Die Linke ist gegen die Erhöhung von Kindergartengebühren.
Eine achtprozentige Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren bei gleichzeitigen Leistungskürzungen von zehn Prozent ist Sozialabbau pur. Das konnten wir im Tübinger Gemeinderat gerade noch einmal abwenden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Nach dem Kommunalwahlkampf steht diese kinderfeindliche Vorgabe erneut auf der Tagesordnung im Rathaus.
Während die SPD landesweit die Forderung nach gebührenfreien Kindergärten plakatiert, macht sie in Tübingen das genaue Gegenteil. Erst forderte SPD-Lucke in der Verwaltungsvorlage acht Prozent Erhöhung. Dann ruderte der soziale Engel Rosemann auf eine Erhöhung von vier Prozent zurück. Die Grünen trugen das mit. Aber der Wahlkampftrick ging schief. Wir Linke beantragen, auf die Erhöhungen ganz zu verzichten. Sowas passt nicht in die Landschaft. Vorschulbildung muss gebührenfrei werden. Die Tübinger SPD blinkt links und handelt unsozial.
In Frankfurt unterstützt eine CDU-Oberbürgermeisterin die Forderungen der ErzieherInnen nach besserer Bezahlung. Herr Lucke hätte das auch tun können, aber er verurteilte im Sozialausschuss den Streik. Wir Linke solidarisieren uns mit den Beschäftigten und fordern mehr Personal und kleinere Gruppen.
Gerlinde Strasdeit, Stadträtin der Tübinger Linken, Tübingen
Abgekartetes Spiel
Kostenberechnungen zu Kinderbetreuung und Straßenumbau.
SPD-Bürgermeister Lucke wollte die Kinderbetreuungsgebühren um acht Prozent erhöhen, bei Kleinkindern um 28 Prozent (Stundensatz 0,64 statt bisher 0.50 Euro). Als die Verwaltung keine klare Auskunft über die Erhöhungen im neuen Gebührensystem geben konnte und ich auf das abgekartete Spiel der SPD hinwies – Lucke beantragt die Erhöhung und Rosemann spielt dann den weißen Retter mit einem Reduzierungsantrag –, zog Palmer die Notbremse. Er ließ so lange abstimmen, bis der SPD-Spuk vom Tisch war. Es ging um eine Mehrbelastung der Eltern von 177000 Euro im Jahr 2009 und 367000 Euro im Jahr 2010.
Die unsinnige Umbau-Vollsperrung der Mühlstraße kostet allein den Stadtverkehr 677000 Euro in den fünf Monaten, jeder weitere Umbaumonat kostet 140000 Euro. Das dabei vergeudete CO2 kann Palmer in einer 100-jährigen Tübingen-macht-blau-Kampagne nicht mehr hereinholen. Der noch blödere „Rückbau“ (Abriss) der Mühlstraße 3 kostet 553000 Euro plus 50000 für Hangsicherung, die verschlossene Treppenanlage würde 143000 Euro kosten, die Verkehrslenkung wegen der Umleitung kostet 170000 Euro. Die sind nicht mehr ganz bei Trost – und der Wähler entscheidet am 7. Juni, ob es gerade so weitergeht.
Anton Brenner, Stadt- und Kreisrat der Linken, Tübingen
Anton Brenner - 2009/05/24 18:27

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