Boris Palmer. Mit allen gegen die SPD-Grüne Bionade-Mehrheit
Im Bericht des Tagblatts vom 19. Juni schreibt Chafredakteur Ströbel über OB Palmer:
"Am Bärenspitz hart zu bleiben, würde nach seiner Auffassung dem Prozess der Innenentwicklung „insgesamt in der Stadt mehr schaden als nützen“.
Genau das Gegenteil befürchtete Roland de Beauclair (AL/Grüne). Der Abwehr-Argumentation müsse man die Vorzüge der Planung entgegenhalten, um zu überzeugen. Er kündigte umgehend einen Antrag an, der die Verwaltung beauftragen wird, die Bärenspitz-Planung zu optimieren und baldmöglichst dem Rat vorzulegen. Als Bündnispartner und Mehrheitsbeschaffer empfahl sich dabei SPD-Stadtrat Klaus te Wildt, der über den Schlingerkurs des Oberbürgermeisters („rin in die Kartoffel, raus aus die Kartoffel“) empört war: „Wir müssen hinstehen!“
SPD und Grüne wollen mit ihrer neuen Mehrheit durchzocken, der Rest des Rats steht eher hinter Palmer, wenn auch mit unterschiedlicher Begründung, laut Tagblatt Bericht:
"Gottfried Gehr (WUT) bezweifelt, ob die städtische Bärenspitz-Planung finanziell aufgeht. Dietmar Schöning (FDP) lobte den OB dafür, dass er einen Fehler eingesehen habe. Anton Brenner (Linke) pries ihn für die „pragmatische Haltung“ – die er nun aber auch beim Abriss-Haus Mühlstraße 3 beweisen solle."
Beim Tagblatt findet die neue SPD-Grüne Mehrheit Zuspruch und Palmer Kritik, so im "übrigens vom 19. Juni:
"Der Oberbürgermeister wertet den Protest aus dem „Bionade-Biotop“ („Der Spiegel“) nicht als klammern an liebgewordenen Privilegien, sondern als Votum einer „relevant großen Anzahl von Bürgern“ – und gibt ihm nach.
Das kann spannend und zur Machtprobe werden. Nicht nur, weil die Sprecher der grün-roten Mehrheit des neugewählten Gemeinderats dies anders halten wollen. Gilt in der Nordstadt anderes Recht als im Süden und Westen? Wenn der OB die Einsprüche der Leute am Hechinger Eck ebenso wertet, kann er die Südstadt-Entwicklung und einige Millionen Euro abschreiben.
Schon höhnt Stadtrat Anton Brenner, der Palmer im Rat für dessen „Pragmatismus“ gelobt hatte. Solcher Nachgiebigkeit sei zuzustimmen, schreibt der Linke-Stadtrat im Internet, so sie nicht nur für „Alpha-Tübinger in Halbhöhenlage“ gelte und fordert: „Luxus für Alle!“ Luxus bedeutet in diesem Fall Zer störung der Umwelt.
Eckhard Ströbel"
"Luxus für alle" bezog sich zwar auf die Asphalt-Verschönerung in der Uhlandstraße. Und über die Frage, wie die Umwelt mehr zerstört wird, mit hasenstallengen Bebauungen wie in der Südstadt oder grünen Ruheinseln statt schematischer Nachverdichtung, kann man streiten.
"Am Bärenspitz hart zu bleiben, würde nach seiner Auffassung dem Prozess der Innenentwicklung „insgesamt in der Stadt mehr schaden als nützen“.
Genau das Gegenteil befürchtete Roland de Beauclair (AL/Grüne). Der Abwehr-Argumentation müsse man die Vorzüge der Planung entgegenhalten, um zu überzeugen. Er kündigte umgehend einen Antrag an, der die Verwaltung beauftragen wird, die Bärenspitz-Planung zu optimieren und baldmöglichst dem Rat vorzulegen. Als Bündnispartner und Mehrheitsbeschaffer empfahl sich dabei SPD-Stadtrat Klaus te Wildt, der über den Schlingerkurs des Oberbürgermeisters („rin in die Kartoffel, raus aus die Kartoffel“) empört war: „Wir müssen hinstehen!“
SPD und Grüne wollen mit ihrer neuen Mehrheit durchzocken, der Rest des Rats steht eher hinter Palmer, wenn auch mit unterschiedlicher Begründung, laut Tagblatt Bericht:
"Gottfried Gehr (WUT) bezweifelt, ob die städtische Bärenspitz-Planung finanziell aufgeht. Dietmar Schöning (FDP) lobte den OB dafür, dass er einen Fehler eingesehen habe. Anton Brenner (Linke) pries ihn für die „pragmatische Haltung“ – die er nun aber auch beim Abriss-Haus Mühlstraße 3 beweisen solle."
Beim Tagblatt findet die neue SPD-Grüne Mehrheit Zuspruch und Palmer Kritik, so im "übrigens vom 19. Juni:
"Der Oberbürgermeister wertet den Protest aus dem „Bionade-Biotop“ („Der Spiegel“) nicht als klammern an liebgewordenen Privilegien, sondern als Votum einer „relevant großen Anzahl von Bürgern“ – und gibt ihm nach.
Das kann spannend und zur Machtprobe werden. Nicht nur, weil die Sprecher der grün-roten Mehrheit des neugewählten Gemeinderats dies anders halten wollen. Gilt in der Nordstadt anderes Recht als im Süden und Westen? Wenn der OB die Einsprüche der Leute am Hechinger Eck ebenso wertet, kann er die Südstadt-Entwicklung und einige Millionen Euro abschreiben.
Schon höhnt Stadtrat Anton Brenner, der Palmer im Rat für dessen „Pragmatismus“ gelobt hatte. Solcher Nachgiebigkeit sei zuzustimmen, schreibt der Linke-Stadtrat im Internet, so sie nicht nur für „Alpha-Tübinger in Halbhöhenlage“ gelte und fordert: „Luxus für Alle!“ Luxus bedeutet in diesem Fall Zer störung der Umwelt.
Eckhard Ströbel"
"Luxus für alle" bezog sich zwar auf die Asphalt-Verschönerung in der Uhlandstraße. Und über die Frage, wie die Umwelt mehr zerstört wird, mit hasenstallengen Bebauungen wie in der Südstadt oder grünen Ruheinseln statt schematischer Nachverdichtung, kann man streiten.
Anton Brenner - 2009/06/19 12:39

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