BZ-INTERVIEW mit Wilfried Telkämper, Freiburg-Kandidat für die Linkspartei bei der Landtagswahl
Badische Zeitung vom Samstag, 5. November 2005
Hoffen auf die Engagierten
Im kommenden Frühjahr wird der frühere Vizepräsident des Europaparlaments und ehemalige Abgeordnete der Grünen, Wilfried Telkämper, für die Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG) bei den Landtagswahlen kandidieren. Julia Littmann sprach mit ihm über politische Heimat, Galionsfiguren und wichtige Anliegen.
BZ: Drei Jahre nach Ihrem Ausstieg aus der Politik lockt sie doch wieder. Warum?
Wilfried Telkämper: Weil ich immer - auch in den drei Jahren als Bildungsmanager - ein politischer Mensch war. Und in der gegenwärtigen Zeit des sozialen Kahlschlags drängt es mich natürlich, mich wieder öffentlich zu äußern und mitzumischen.
BZ: Taugt da die WASG als neue politische Heimat?
Telkämper: Ich hoffe mit der Linkspartei auf ein neues Bündnis aus WASG- und PDS-Strukturen, vor allem aber auf die Menschen aus den sozialen und ökologischen Bewegungen, die von den Grünen enttäuscht sind.
BZ: Warum steigen Sie ausgerechnet mit der Landespolitik wieder ein?
Telkämper: Als Europapolitiker habe ich 15 Jahre lang von Brüssel aus die Brücke in den Wahlkreis geschlagen. Das will ich in Zukunft gerne von Stuttgart aus tun. Nach der erfolgreichen Bundestagswahl für die Linkspartei hat dieses Projekt für die gesamtdeutsche Linke nur eine Zukunft, wenn ihr auch der Einzug in westdeutsche Landtage gelingt.
BZ: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen?
Telkämper: Eine aktive Arbeitsmarktpolitik, auch eine Europapolitik mit verstärkter Nutzung der Fördermöglichkeiten aus Brüssel. Und, ganz wichtig: eine wirkliche Reform der Bildungspolitik - flächendeckende Einführung integrierender Gesamtschulen, Ausweitung der Ganztagsschulen als pädagogisches Konzept, nicht als bloße Betreuungszeit - und die Förderung der beruflichen Bildung, nämlich bessere Angebote, um Englisch und/oder Französisch zu lernen, plus Mobilitätsprogramme innerhalb der EU.
BZ: Wie problemlos können Sie sich bei Lafontaine und Gysi einreihen?
Telkämper: Die Medien bauen immer ihre Galionsfiguren auf. Ich verabscheue Populismus am rechten Rand. Und reihe mich bei den vielen engagierten Menschen ein, die große Hoffnung in das Projekt Linkspartei setzen. Und denen will ich meine politische Erfahrung zur Verfügung stellen.
Hoffen auf die Engagierten
Im kommenden Frühjahr wird der frühere Vizepräsident des Europaparlaments und ehemalige Abgeordnete der Grünen, Wilfried Telkämper, für die Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG) bei den Landtagswahlen kandidieren. Julia Littmann sprach mit ihm über politische Heimat, Galionsfiguren und wichtige Anliegen.
BZ: Drei Jahre nach Ihrem Ausstieg aus der Politik lockt sie doch wieder. Warum?
Wilfried Telkämper: Weil ich immer - auch in den drei Jahren als Bildungsmanager - ein politischer Mensch war. Und in der gegenwärtigen Zeit des sozialen Kahlschlags drängt es mich natürlich, mich wieder öffentlich zu äußern und mitzumischen.
BZ: Taugt da die WASG als neue politische Heimat?
Telkämper: Ich hoffe mit der Linkspartei auf ein neues Bündnis aus WASG- und PDS-Strukturen, vor allem aber auf die Menschen aus den sozialen und ökologischen Bewegungen, die von den Grünen enttäuscht sind.
BZ: Warum steigen Sie ausgerechnet mit der Landespolitik wieder ein?
Telkämper: Als Europapolitiker habe ich 15 Jahre lang von Brüssel aus die Brücke in den Wahlkreis geschlagen. Das will ich in Zukunft gerne von Stuttgart aus tun. Nach der erfolgreichen Bundestagswahl für die Linkspartei hat dieses Projekt für die gesamtdeutsche Linke nur eine Zukunft, wenn ihr auch der Einzug in westdeutsche Landtage gelingt.
BZ: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen?
Telkämper: Eine aktive Arbeitsmarktpolitik, auch eine Europapolitik mit verstärkter Nutzung der Fördermöglichkeiten aus Brüssel. Und, ganz wichtig: eine wirkliche Reform der Bildungspolitik - flächendeckende Einführung integrierender Gesamtschulen, Ausweitung der Ganztagsschulen als pädagogisches Konzept, nicht als bloße Betreuungszeit - und die Förderung der beruflichen Bildung, nämlich bessere Angebote, um Englisch und/oder Französisch zu lernen, plus Mobilitätsprogramme innerhalb der EU.
BZ: Wie problemlos können Sie sich bei Lafontaine und Gysi einreihen?
Telkämper: Die Medien bauen immer ihre Galionsfiguren auf. Ich verabscheue Populismus am rechten Rand. Und reihe mich bei den vielen engagierten Menschen ein, die große Hoffnung in das Projekt Linkspartei setzen. Und denen will ich meine politische Erfahrung zur Verfügung stellen.
frederic - 2005/11/08 14:17
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