Die Tübinger Oberin Russ-Scherer liebt das Siedlungswerk und straft die Grünen-AL mit Liebesentzug

Zu offenherzig für die Oberin

Warum wurde Bruno Gebhardt-Pietzschs Kulturkeller gerade jetzt von der Stadt geschlossen? Eine Theorie.

Wer kennt sie nicht, die kleine Schwäche der Oberbürgermeisterin? Wer für sie ist, hat es gut, Siedlungswerk hier, Casino da. Wer gegen sie ist, wird verfolgt bis ins siebte Glied, der bringt so schnell kein Bauprojekt oder keinen Fuß auf den Boden.

Das System funktioniert. Weil es dreist und offen ist, umso mehr. Auch im Gemeinderat. Notfalls durch Zuruf: „Wie stimmen Sie ...“

Die Stadt habe Brunos Keller schließen müssen, da eine Anzeige vorlag, sagte die Oberbürgermeisterin am Schluss der letzten Verwaltungsausschuss-Sitzung. Nur liegt diese Anzeige fünf Jahre zurück. Als die AL noch lieb Kind war, dachte niemand an Vollzug.

Schlagartig änderte sich die Lage, als Bruno der Oberin zu offenherzig sagte, er habe sich allein schon deswegen in den Gemeinderat wählen lassen, um dazu beizutragen, dass sie 2006 nicht wiedergewählt werde. Der Brand vor Weihnachten mit dem Tod zweier Feuerwehrleute war dann nur noch die Steilvorlage.

Weil dann noch einige wagten, Sympathien für Bruno zu zeigen, musste der Hatebull der Oberbürgermeisterin Klaus te Wildt zweimal laut geben.

Anton Brenner, Stadt- und Kreisrat der Linkspartei und WASG, Im Buckenloh 11, 72070 Tübingen

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