Leserbrief zum geplanten Hauptschulausbau in Lustnau
Leserbrief - 01.07.06 - Anton Brenner
Wahlkampf kostet Geld. Zusätzlich zu den prächtigen Umsätzen bei dem Altstadt-Entleerungs-Projekt am Anlagensee wollte die Oberbürgermeisterin das Füllhorn des Sozialstaats auf die TüGast-Edelwirte gießen. Am letzten Montag stand in nicht öffentlicher Sitzung eine Bürgschaft in Höhe von 3,8 Millionen für das Casino, das für einen WUT-Stadtrat hergerichtet wird, zur Debatte. Jetzt sollen 1,17 Millionen Euro für die „große Bau- und Sanierungslösung“ der Hauptschule in Lustnau fließen. Die Anmeldezahl liegt bei 9 Schülern. Ein AL-Stadtrat ist der Architekt. Und was kann die Glaubwürdigkeit des grünen Lagers mehr schädigen als der Einbau eines Alternativen in das System Russ-Scherer?
Beschlusslage des Gemeinderats ist immer noch, dass Architektenleistungen über 150 000 DM Bausumme ausgeschrieben werden müssen. Was schert das die Oberbürgermeisterin? „Der Schulstandort Lustnau ist uns das wert“, sagt sie und meint ihre Wiederwahl.
Für reaktionäre Schulpolitiker sind Ganztagesschulen nur etwas für Problemfälle. Wegen der geringen Anmeldezahlen (WHO 10, Lustnau 9) soll eine der vier Tübinger Hauptschulen wegfallen. Wenn also die Problembären des Schulsystems in Lustnau konzentriert werden, könnte die ehemalige Gesamtschule auf WHO hauptschulfrei gemacht werden. Diesen Grabstein für Gesamtschulprojekte als Belebung des Lustnauer Dorflebens auszugeben, ist obszön. Statt längerer gemeinsamer Erziehung wird die Drei-Klassen-Trennung unter tatkräftiger Hilfe einer SPD-Oberbürgermeisterin verschärft. Auch die Uhlandgymnasiasten werden in begabte, mittelmäßige und Sonder-Gymnasiasten (Förderklassen) aufgeteilt, was den Nimbus des Uhlandgymnasium für alle abschafft, die nicht im Begabtenzug sind.
Anton Brenner, Stadtrat der Linken
Wahlkampf kostet Geld. Zusätzlich zu den prächtigen Umsätzen bei dem Altstadt-Entleerungs-Projekt am Anlagensee wollte die Oberbürgermeisterin das Füllhorn des Sozialstaats auf die TüGast-Edelwirte gießen. Am letzten Montag stand in nicht öffentlicher Sitzung eine Bürgschaft in Höhe von 3,8 Millionen für das Casino, das für einen WUT-Stadtrat hergerichtet wird, zur Debatte. Jetzt sollen 1,17 Millionen Euro für die „große Bau- und Sanierungslösung“ der Hauptschule in Lustnau fließen. Die Anmeldezahl liegt bei 9 Schülern. Ein AL-Stadtrat ist der Architekt. Und was kann die Glaubwürdigkeit des grünen Lagers mehr schädigen als der Einbau eines Alternativen in das System Russ-Scherer? Beschlusslage des Gemeinderats ist immer noch, dass Architektenleistungen über 150 000 DM Bausumme ausgeschrieben werden müssen. Was schert das die Oberbürgermeisterin? „Der Schulstandort Lustnau ist uns das wert“, sagt sie und meint ihre Wiederwahl.
Für reaktionäre Schulpolitiker sind Ganztagesschulen nur etwas für Problemfälle. Wegen der geringen Anmeldezahlen (WHO 10, Lustnau 9) soll eine der vier Tübinger Hauptschulen wegfallen. Wenn also die Problembären des Schulsystems in Lustnau konzentriert werden, könnte die ehemalige Gesamtschule auf WHO hauptschulfrei gemacht werden. Diesen Grabstein für Gesamtschulprojekte als Belebung des Lustnauer Dorflebens auszugeben, ist obszön. Statt längerer gemeinsamer Erziehung wird die Drei-Klassen-Trennung unter tatkräftiger Hilfe einer SPD-Oberbürgermeisterin verschärft. Auch die Uhlandgymnasiasten werden in begabte, mittelmäßige und Sonder-Gymnasiasten (Förderklassen) aufgeteilt, was den Nimbus des Uhlandgymnasium für alle abschafft, die nicht im Begabtenzug sind.
Anton Brenner, Stadtrat der Linken
frederic - 2006/07/03 18:35
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