Hochbegabtenzug am Tübinger Uhlandgymnasium

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt - 29.7.2006 - Traudel Horn-Metzger

edeltraud_horn_metzgerMeinen Antrag auf „Expertenbefragung“ wegen des Hochbegabtenzuges wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Es ist ein eigener Zug (separate Klasse) beantragt. Eine Zugangsvoraussetzung ist ein IQ von 130 und geringfügig darunter (Kreuzung aus Münchner und Berliner Intelligenztest). Das Lehrerkollegium des UG hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen.

„Die vollkommen obsolete Zuordnung von Schülerinnen und Schülern zu vermeintlich homogenen Schularten, Klassen und Gruppen ist in nahezu allen anderen Ländern de facto überwunden. Wir behalten sie aus bildungstheoretischen Gründen bei. Wir glauben nämlich, dass erfolgreicher Unterricht leistungshomogene Klassen voraussetzt, was ganz offensichtlich und empirisch belegt falsch ist.“ Das ist ein Zitat von Prof. W. Edelstein, bis 1997 Direktor des Max- Planck-Instituts für Bildungsforschung, vom 6. Dezember 2005, Online-Redaktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die große Mehrheit des Gremiums Kultur-Schul-Sportausschuss stimmte der Errichtung des Zuges zu. Wer Genaueres wissen möchte, kann zur öffentlichen Sitzung am 31. Juli im Tübinger Gemeinderat gerne vorbeischauen.

Traudel Horn-Metzger, Tübingen, Stadträtin der TÜLL-Fraktion, Lilli-Zapf-Straße 19

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