Die Alternativen sind klar

Leserbrief - 02.03.07 - Anton Brenner

Die Alternativen sind klar. Entweder beschließt der Gemeinderat eine Reduzierung der Grundsteuer auf 475 Punkte, oder das dritte Kindergartenjahr wird kostenlos. Beides kostet etwa gleich viel. Die Mehrheiten sind auch klar. Grüne, SPD und Linke haben mit 25 Sitzen die Mehrheit und könnten den Grundsteuerzahlern, die es am besten brauchen können, den Betrag zurückgeben: Den Familien mit Kindern.

Auch einige Stadträte aus CDU, UFW, WUT und der Oberbürgermeister scheinen nicht ganz abgeneigt zu sein. FDP, CDU und UFW-WUT haben mit 23 Sitzen keine Mehrheit für die Grundsteuerabsenkung. Zu der werden wir ihnen allerdings verhelfen, wenn sich SPD und Grüne weiter taub für den längst überfälligen Ausstieg aus den Gebühren für die Vorschulbetreuung stellen.

Warum sind sich alle nur in Sonntagsreden einig, dass es Wahnsinn ist, ausgerechnet für die wichtigste Erziehungsphase im Vorschulalter die Eltern zahlen zu lassen? In Stuttgart beantragten die SPD-Stadträte, das dritte Kindergartenjahr kostenfrei zu stellen und fanden trotz Unterstützung der Linken keine Mehrheit. In Tübingen hätten sie diese Mehrheit, tragen aber die Bedenken des Stuttgarter CDU-Magistrats vor.

Verkehrte Welt in Tübingen oder Nachwehen aus der vergifteten Atmosphäre aus der verblichenen Oberbürgermeister-Ära? Nachtragend sein ist menschlich. Aber bitte nicht auf dem Rücken der Vorschulkinder!

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