Linke verhindert Ampel und Schwampel
Leserbrief 06.02.2008
Wenn zwei Fraktionen im Tübinger Gemeinderat sich in Leserbriefen beharken, freut sich diese dritte.
»Wir als Waagscheißer«
Wenn Frau Vogel (Grüne) und Herr Rosemann (SPD) darüber streiten, wer das größere soziale Herz hat, stärkt das den Standort Tübingens als Hochburg der Realsatire. (...) Vielleicht erbarmt sich der Präsident der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte doch noch und nimmt Tübingen in seinen humorfreien Bauchladen auf.
SPD und Grüne haben das soziale Thema entdeckt, um die Linke aus den Parlamenten fernzuhalten. Die Wähler haben die Trickbetrüger durchschaut. Nach der Hessenwahl geben die SPD-Granden zu, sie hätten es eben versucht, der linke Wahlkampf sei ein missglückter Versuch gewesen. Frau Ypsilanti schickt ihren Sohn sowieso in die Privatschule, weil sie dem eigenen Programm nie geglaubt hat.
In acht Jahren SPD-Regentschaft in Tübingen hat die Ampelkoalition im Tübinger Rathaus jede erdenkliche soziale Grausamkeit ausgedacht und durchgesetzt. Gerd Weimer schwadronierte in der Musikschule, der BAT-Tarifvertrag müsse weg. Putzfrauen wurden aus dem städtischen Tarifvertrag gekegelt. Die Neidampel wollte jedes Projekt zu Fall bringen, das nicht die eigene Klientel bediente.
Jetzt ist hoffentlich Schluss damit, weil Palmer nicht mit seiner Stimme dem kleinkarierten Tübinger Spießertum eine Mehrheit von einer Stimme sichern will. Zum Ärger des TAGBLATTs. Rot-Grün-Links hätte in Tübingen seit Jahren eine Mehrheit. Rot-Grün will nicht, ist manchmal sogar unsozialer und rechter als die Bürgerlichen im Rathaus.
Jamaika, auch schwarze Ampel (Schwampel) genannt, geht nicht wegen Schöning. Also sorgen wir als Waagscheißer weiter für wechselnde Mehrheiten. Wir haben keinerlei Bedenken, zusammen mit den Bürgerlichen die Neidampel auszubremsen, wie zuletzt bei der Neckarmüllerei. Die wurde lange genug, bis zur Fertigstellung des Casinos, ausgebremst. Und wir werden Rot-Grün treiben, dass in der Sozial- und Schulpolitik wenigstens ansatzweise das gemacht wird, was bei SPD, Grünen und Linken fast gleichlautend im Programm steht.
Anton Brenner. Stadtrat der Linken, Tübingen
Wenn zwei Fraktionen im Tübinger Gemeinderat sich in Leserbriefen beharken, freut sich diese dritte.
»Wir als Waagscheißer«
Wenn Frau Vogel (Grüne) und Herr Rosemann (SPD) darüber streiten, wer das größere soziale Herz hat, stärkt das den Standort Tübingens als Hochburg der Realsatire. (...) Vielleicht erbarmt sich der Präsident der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte doch noch und nimmt Tübingen in seinen humorfreien Bauchladen auf.
SPD und Grüne haben das soziale Thema entdeckt, um die Linke aus den Parlamenten fernzuhalten. Die Wähler haben die Trickbetrüger durchschaut. Nach der Hessenwahl geben die SPD-Granden zu, sie hätten es eben versucht, der linke Wahlkampf sei ein missglückter Versuch gewesen. Frau Ypsilanti schickt ihren Sohn sowieso in die Privatschule, weil sie dem eigenen Programm nie geglaubt hat.
In acht Jahren SPD-Regentschaft in Tübingen hat die Ampelkoalition im Tübinger Rathaus jede erdenkliche soziale Grausamkeit ausgedacht und durchgesetzt. Gerd Weimer schwadronierte in der Musikschule, der BAT-Tarifvertrag müsse weg. Putzfrauen wurden aus dem städtischen Tarifvertrag gekegelt. Die Neidampel wollte jedes Projekt zu Fall bringen, das nicht die eigene Klientel bediente.
Jetzt ist hoffentlich Schluss damit, weil Palmer nicht mit seiner Stimme dem kleinkarierten Tübinger Spießertum eine Mehrheit von einer Stimme sichern will. Zum Ärger des TAGBLATTs. Rot-Grün-Links hätte in Tübingen seit Jahren eine Mehrheit. Rot-Grün will nicht, ist manchmal sogar unsozialer und rechter als die Bürgerlichen im Rathaus.
Jamaika, auch schwarze Ampel (Schwampel) genannt, geht nicht wegen Schöning. Also sorgen wir als Waagscheißer weiter für wechselnde Mehrheiten. Wir haben keinerlei Bedenken, zusammen mit den Bürgerlichen die Neidampel auszubremsen, wie zuletzt bei der Neckarmüllerei. Die wurde lange genug, bis zur Fertigstellung des Casinos, ausgebremst. Und wir werden Rot-Grün treiben, dass in der Sozial- und Schulpolitik wenigstens ansatzweise das gemacht wird, was bei SPD, Grünen und Linken fast gleichlautend im Programm steht.
Anton Brenner. Stadtrat der Linken, Tübingen
Anton Brenner - 2008/02/16 16:05
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