Boris Palmer beendet die von Dietmar Schöning und Brigitte Russ-Scherer beantragte "Prozessorientierte Matrixorganisation"
Leserbrief an das Schwäbische Tagblatt vom 12. 04. 2008:
(Am 7. Mai wurde der Matrix-Klimbim einstimmig im Tübinger Rathaus beerdigt. Anton Brenner sprach in der Sitzung einen Nachruf auf das "gemeinsame Kind von Dietmar Schöning und Brigitte Russ-Scherer", dankte Boris Palmer, dass er jetzt "par Ordre de Mufti dieses Monster endgültig abgeschafft hat und sich nicht hinter teuren Beraterfirmen versteckt" und kündigte bei großer Erheiterung der Stadträte an, dass nach ihm "Herr Schöning die segensreiche Wirkungen der prozessorientierten Matrixorganisation begründen werde". Die FDP spricht als kleinste Fraktion immer nach der Linken.)
Die "externen Beratung" durch Arthur Andersen lehnte die Tübinger Linke am 2.4.2001 ab, "die 750 000 DM dafür seien zu schade", heißt es im Protokoll. FDP-Stadtrat Schöning, Frau Russ-Scherer, die SPD und die WUT wollten sogar noch die teurere Variante von McKinsey.
Am 28.1.2002 beschloss der Rat gemäß dem Antrag 8b/2002 von Schöning (FDP) Andersens "prozessorientierte Matrixorganisation", die ich schon damals als "matrixorientierte Prozessorganisation" verspottete. Laut Protokoll sagte ich am 28.1.2002, mit diesem Modell werde "eher das Desinteresse der Mitarbeiter gefördert".
In einem Antrag vom Mai 2004 schrieb ich: "Wenn Frau Russ-Scherer mit ihren Anträgen durchkommt, bedeutet dies auch, dass die externen Berater weiter ihr Unwesen im Rathaus treiben werden. Der Trick der Beraterfirmen ist immer gleich. Zuerst lassen sie sich für eine einmalige Beratung engagieren (hier: Arthur Andersen, die über die Zwischennamen Ernst&Young jetzt unisys heißen), dann werden bis zum St. Nimmerleinstag Zusatzberatungen vereinbart, die, da gestückelt, nicht mehr ausgeschrieben oder genehmigt werden müssen."
Und in einer Mittwochspalte, fünf Monate vor der Matrix-Abwahl am 31.5.2006, schrieb ich: "Wie bei den Parvenus der Neuen Mitte üblich, musste sich Tübingen mit externen Beratern schmücken und viel Geld für deren banalen Blödsinn hinblättern. Die Mitarbeiter der Verwaltung wurden mit dem Reformzirkus „Prozessorientierte Matrixorganisation“ oder „Matrixorientierte Prozessorganisation“ mit „Kompetenzcentern“, „Führungsunterstützung“, Workshops und „Open-Space-Seminaren“ genervt und demotiviert."
Und jetzt hat Palmer den Spuk endgültig beendet, der Spass hat fast zwei Millionen gekostet, und Sepp Wais vom Schwäbischen Tagblatt reibt sich die Augen ebenso wie die Bannerträger der "prozessorientierten Matrixorganisation" aus FDP, AL und SPD.
Anton Brenner, Stadtrat der Linken

Karikatur von Sepp Buchegger zur Matrix
(Am 7. Mai wurde der Matrix-Klimbim einstimmig im Tübinger Rathaus beerdigt. Anton Brenner sprach in der Sitzung einen Nachruf auf das "gemeinsame Kind von Dietmar Schöning und Brigitte Russ-Scherer", dankte Boris Palmer, dass er jetzt "par Ordre de Mufti dieses Monster endgültig abgeschafft hat und sich nicht hinter teuren Beraterfirmen versteckt" und kündigte bei großer Erheiterung der Stadträte an, dass nach ihm "Herr Schöning die segensreiche Wirkungen der prozessorientierten Matrixorganisation begründen werde". Die FDP spricht als kleinste Fraktion immer nach der Linken.)
Die "externen Beratung" durch Arthur Andersen lehnte die Tübinger Linke am 2.4.2001 ab, "die 750 000 DM dafür seien zu schade", heißt es im Protokoll. FDP-Stadtrat Schöning, Frau Russ-Scherer, die SPD und die WUT wollten sogar noch die teurere Variante von McKinsey.
Am 28.1.2002 beschloss der Rat gemäß dem Antrag 8b/2002 von Schöning (FDP) Andersens "prozessorientierte Matrixorganisation", die ich schon damals als "matrixorientierte Prozessorganisation" verspottete. Laut Protokoll sagte ich am 28.1.2002, mit diesem Modell werde "eher das Desinteresse der Mitarbeiter gefördert".
In einem Antrag vom Mai 2004 schrieb ich: "Wenn Frau Russ-Scherer mit ihren Anträgen durchkommt, bedeutet dies auch, dass die externen Berater weiter ihr Unwesen im Rathaus treiben werden. Der Trick der Beraterfirmen ist immer gleich. Zuerst lassen sie sich für eine einmalige Beratung engagieren (hier: Arthur Andersen, die über die Zwischennamen Ernst&Young jetzt unisys heißen), dann werden bis zum St. Nimmerleinstag Zusatzberatungen vereinbart, die, da gestückelt, nicht mehr ausgeschrieben oder genehmigt werden müssen."
Und in einer Mittwochspalte, fünf Monate vor der Matrix-Abwahl am 31.5.2006, schrieb ich: "Wie bei den Parvenus der Neuen Mitte üblich, musste sich Tübingen mit externen Beratern schmücken und viel Geld für deren banalen Blödsinn hinblättern. Die Mitarbeiter der Verwaltung wurden mit dem Reformzirkus „Prozessorientierte Matrixorganisation“ oder „Matrixorientierte Prozessorganisation“ mit „Kompetenzcentern“, „Führungsunterstützung“, Workshops und „Open-Space-Seminaren“ genervt und demotiviert."
Und jetzt hat Palmer den Spuk endgültig beendet, der Spass hat fast zwei Millionen gekostet, und Sepp Wais vom Schwäbischen Tagblatt reibt sich die Augen ebenso wie die Bannerträger der "prozessorientierten Matrixorganisation" aus FDP, AL und SPD.
Anton Brenner, Stadtrat der Linken

Karikatur von Sepp Buchegger zur Matrix
Anton Brenner - 2008/04/12 09:29
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