Stadtwerke Tübingen entschuldigen sich

Persönliche Erklärung - 9. Mai 2005 - Anton Brenner

In einem Brief vom 6. Mai 2005 entschuldigen sich die drei Direktoren der Stadtwerke Tübingen für die „Russen-Inkasso“ Drohnummer, die sie mir gegenüber am 28. April 2005 abgezogen gaben: „Falls Herr Brenner sich hierdurch in seiner Arbeit als Gemeinderat unter Druck gesetzt fühlt, bedauern wir dies.“ Sie hätten nie die Absicht gehabt, mich zu nötigen oder in meiner politischen Arbeit zu beeinträchtigen.

Sie sollten sich auch bei meiner Frau und meinem Sohn entschuldigen. Jeder kann sich vorstellen, wie Frau Russ-Scherer reagieren würde, wenn vor ihrer Wohnung im Rotbad ein Typ im schwarzen Anzug in Begleitung eines Hemdsärmeligen aufgetaucht wäre, der zuerst ihren Mann herausgeläutet hätte und ihr dann mitgeteilt hätte, Anton Brenner lege Wert darauf, dass dieser Brief ihr persönlich übergeben werde.

In dem Schreiben der Stadtwerke wird behauptet, der Vergleich mit den Stromtarifen der Stadtwerke Ulm (Schwabenstrom) sei „Rosinenpicken“, diese hätten „Dumpingpreise“, „die unter hohen Verlusten vorübergehend sehr günstige Preise bieten“. Das wird den Ulmer Kollegen der Tübinger Oberbürgermeisterin, den SPD-Oberbürgermeister Ivo Gönner aber freuen.

Zu den Richtigstellungen der Stadtwerke, die eher Nebelkerzen gleichen, kann ich klarstellen:

Die Behauptung, dass in Tübinger Heiztarif 20 000 kWh Erdgas 1154,56 Euro kosten, ist richtig. Den Betrag von 1109,00 Euro erhält man im Normaltarif. Dass der Heiztarif teurer ist als der Normaltarif müsste schon allein zum Rauswurf des Tarifverantwortlichen führen.
992,60 Euro zahlte man bei der EnBW bis im April 2005 im Comfort-Heiztarif. Sobald der im April erhöhte Tarif auf der Homepage der EnBW stand, habe ich ihn korrigiert. Bis im April 2005 war der Heiztarif der Tübingen Stadtwerke 16 Prozent teurer. Da gibt es nichts zurückzunehmen.

Dass der billigste Tarif der Stadtwerke bei 30 000 kWh immer noch 6,6 Prozent teurer ist als der billigste Tarif der EnBW ist meinen Schreiben und Leserbriefen zu entnehmen.

Dass ich einen Wasserpreis von 2,20 Euro pro Kubikmeter behautet hätte, ist frei erfunden. Ich habe immer vom Abwasserpreis geredet und sehr wohl unterschieden, dass Stadt und Stadtwerke getrennt für Abwasser- und Wassertarife zuständig sind.
Auch die letzten beiden „Richtigstellungen“ richten sich vermutlich gegen ein Tübinger Presseorgan.

Dass gegen mich ein 10 000 Euro Abmahnversuch in der „Russen-Inkasso“-Manier unternommen wurde und nicht gegen den Chef der EnBW (fehlerhafter Preisrechner), gegen Ivo Gönner (Dumpingpreise), gegen die Presse (letzte drei „Richtigstellungen“) zeigt, wer dahinter steht. Die Rathausspitze verhängt gegen Kritiker negative Sanktionen, wer zu Willen ist, wird hofiert und öffentlich vorgeführt mit Gastronomiesubventionen oder Kaffestündchen (die drei Pressezausel vom GEA und Tagblatt). Letztere sind natürlich dreckiger dran und mehr zu bedauern.

Anton Brenner, Stadt- und Kreisrat der Tübinger Linken / PDS

Trackback URL:
http://tuelpds.twoday.net/stories/682078/modTrackback

Gläsernes Rathaus

DIE LINKE. in Tübingen

Linksjugend ['solid]

Heike Hänsel (MdB)

Tobias Pflüger (MdEP)

Suche

 

Archiv

Mai 2005
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 4 
 6 
 8 
 9 
11
12
13
14
15
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 1213 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2008/05/03 11:10

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB

User Status

Du bist nicht angemeldet.