Schon im Altertum wurde der Überbringer der schlechten Nachricht hingerichtet
Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt - 14.05.05 - Anton Brenner
Unter www.verivox.de kann jeder die Strompreise vergleichen. Nur wer den Basistarif der Stadtwerke Tübingen hat, kann sofort den Anbieter wechseln. Andere Preise zu vergleichen ist also Blödsinn.
Die Stadt möchte den Bürgern beim Abwassertarif
nicht zumuten, dass es schon 2008 zu einer Tariferhöhung kommt. Deshalb bekommen sie bis dahin nur die Hälfte der zu viel kassierten Gebühren zurück. Weniger feinfühlig sind die gleichen Herrschaften bei den jährlichen Gebührenerhöhungen des Stadtverkehrs. Natürlich ist die TÜL/PDS an allem schuld, schon im Altertum wurde der Überbringer der schlechten Nachricht hingerichtet.
Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft haben die „Briefträger“ der Stadtwerke an meiner Haustüre Glück gehabt: „Insbesondere wurden von den ,Briefträgern' keine Folgen für den Fall in Aussicht gestellt, dass der Anzeigeerstatter die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet.“ Die „Folgen“ standen nur im Brief der Stadtwerke vom 28. April und die Stadtwerke-Direktoren schrieben mir am 6. Mai kleinlaut: „Falls Herr Brenner sich hierdurch in seiner Arbeit als Gemeinderat unter Druck gesetzt fühlt, bedauern wir dies.“ Sie hätten nie die Absicht gehabt, mich zu nötigen oder in meiner politischen Arbeit zu beeinträchtigen.
Der Preis von Schwabenstrom (Stadtwerke Ulm) für 5000 kWh Strom im Jahr liegt um 118 Euro unter dem Basis-Tarif der Tübinger Stadtwerke. Dazu fiel den Tübinger Stadtwerken ein, dies sei „Rosinenpicken“, wer billiger anbiete habe „Dumpingpreise“, sie würden „unter hohen Verlusten vorübergehend sehr günstige Preise bieten“. Das wird den Ulmer Kollegen der Tübinger Oberbürgermeisterin, den SPD-Oberbürgermeister Ivo Gönner aber freuen. Auch Bundeskanzler Schröder und die anderen Kritiker der überhöhten Tarife für Strom und Gas sehen das wohl anders.
Anton Brenner, TÜL/PDS-Stadtrat, Tübingen, Im Buckenloh 11
Unter www.verivox.de kann jeder die Strompreise vergleichen. Nur wer den Basistarif der Stadtwerke Tübingen hat, kann sofort den Anbieter wechseln. Andere Preise zu vergleichen ist also Blödsinn.
Die Stadt möchte den Bürgern beim Abwassertarif
nicht zumuten, dass es schon 2008 zu einer Tariferhöhung kommt. Deshalb bekommen sie bis dahin nur die Hälfte der zu viel kassierten Gebühren zurück. Weniger feinfühlig sind die gleichen Herrschaften bei den jährlichen Gebührenerhöhungen des Stadtverkehrs. Natürlich ist die TÜL/PDS an allem schuld, schon im Altertum wurde der Überbringer der schlechten Nachricht hingerichtet.
Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft haben die „Briefträger“ der Stadtwerke an meiner Haustüre Glück gehabt: „Insbesondere wurden von den ,Briefträgern' keine Folgen für den Fall in Aussicht gestellt, dass der Anzeigeerstatter die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet.“ Die „Folgen“ standen nur im Brief der Stadtwerke vom 28. April und die Stadtwerke-Direktoren schrieben mir am 6. Mai kleinlaut: „Falls Herr Brenner sich hierdurch in seiner Arbeit als Gemeinderat unter Druck gesetzt fühlt, bedauern wir dies.“ Sie hätten nie die Absicht gehabt, mich zu nötigen oder in meiner politischen Arbeit zu beeinträchtigen.
Der Preis von Schwabenstrom (Stadtwerke Ulm) für 5000 kWh Strom im Jahr liegt um 118 Euro unter dem Basis-Tarif der Tübinger Stadtwerke. Dazu fiel den Tübinger Stadtwerken ein, dies sei „Rosinenpicken“, wer billiger anbiete habe „Dumpingpreise“, sie würden „unter hohen Verlusten vorübergehend sehr günstige Preise bieten“. Das wird den Ulmer Kollegen der Tübinger Oberbürgermeisterin, den SPD-Oberbürgermeister Ivo Gönner aber freuen. Auch Bundeskanzler Schröder und die anderen Kritiker der überhöhten Tarife für Strom und Gas sehen das wohl anders.
Anton Brenner, TÜL/PDS-Stadtrat, Tübingen, Im Buckenloh 11
frederic - 2005/05/16 13:50

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