Christoph Hölscher (Grüne) an Anton Brenner (TÜLL): Basisdemokratie oder Deregulierung?
Lieber Anton,
Deine ablehnende Haltung gegenüber der Gründung eines Kulturbüros in Form einer e.G./ oder ähnlichen Konstruktion, kann ich nicht
nachvollziehen. Bedenke bitte, dass sich die Tübinger Kulturschaffenden im Runden Tisch Kultur einmütig dafür auswgesprochen haben, dass sich endlich die Situation für Kulturschaffende verbessern muß!
Es wäre schön, wenn wir ein funktionierendes und mit Personal gut
ausgestattetes Kulturamt hätten. So ist dem aber nicht.
Im übrigen finde ich es von Dir, der sich in keinster Weise an der
inhaltlichen Arbeit des Runden Tisches Kultur beteiligt hat
anmaßend,zu meinen, was für die Kulturschaffenden gut und richtig ist.
Zu unterstellen, dass der Verein gleichzusetzten sei mit einer LEX
AL/ Grüne , halte ich für einen vorgeschoben Grund und zeigt mir ein weiteres mal, dass man mit TÜL/ PDS gemeinsam keine
basisdemokratische Politik in Tübingen vorranbringen kann.
Gruß
Christoph
Lieber Christoph,
was ihr wollt, ist eine Sache. Ganz nett, die basisdemokratischen Selbsttäuschungen. Sie passen aber exakt in das Konzept der Kosteneinsparung um Sozial- und Kulturbereich. Leistungen und Rechtsansprüche werden ersetzt durch Freiwilligkeit, Sponsoring und Bittstellerei. Nachzulesen bei den "Kommunitaristen" der sozialdemokratischen Variante und dem "fürsorglichen Konservatismus" der George W. Bush-Truppe. Eine Kulturstiftung, Genossenschaft oder GmbH entscheidet dann, wer noch etwas Geld bekommt, nicht mehr demokratisch gewählte und kontrollierbare Vertreter. Die Versuche im Sozialbereich mit der Bürgerstiftung kennst du ja. Wenn ihr euch da an die Spitze stellt, bekommt ihr vielleicht einen Preis der Bertelsmannstiftung. Dazu kommt im Tübinger Fall, dass Brigitte Russ-Scherer sowohl den Kulturamtsleiter Setzler wie den Bürger- und Verkehrsverein wegputzen will, weil sie beide nicht hundertprozentig unter Kontrolle hat.
Wir wollen diese "basisdemokratischen" Reformen nicht nur nicht voranbringen, wir wollen sie verhindern, so rund der Tisch auch sein mag.
Es grüßt in freudschaftlicher Differenz
Anton
Deine ablehnende Haltung gegenüber der Gründung eines Kulturbüros in Form einer e.G./ oder ähnlichen Konstruktion, kann ich nicht
nachvollziehen. Bedenke bitte, dass sich die Tübinger Kulturschaffenden im Runden Tisch Kultur einmütig dafür auswgesprochen haben, dass sich endlich die Situation für Kulturschaffende verbessern muß!
Es wäre schön, wenn wir ein funktionierendes und mit Personal gut
ausgestattetes Kulturamt hätten. So ist dem aber nicht.
Im übrigen finde ich es von Dir, der sich in keinster Weise an der
inhaltlichen Arbeit des Runden Tisches Kultur beteiligt hat
anmaßend,zu meinen, was für die Kulturschaffenden gut und richtig ist.
Zu unterstellen, dass der Verein gleichzusetzten sei mit einer LEX
AL/ Grüne , halte ich für einen vorgeschoben Grund und zeigt mir ein weiteres mal, dass man mit TÜL/ PDS gemeinsam keine
basisdemokratische Politik in Tübingen vorranbringen kann.
Gruß
Christoph
Lieber Christoph,
was ihr wollt, ist eine Sache. Ganz nett, die basisdemokratischen Selbsttäuschungen. Sie passen aber exakt in das Konzept der Kosteneinsparung um Sozial- und Kulturbereich. Leistungen und Rechtsansprüche werden ersetzt durch Freiwilligkeit, Sponsoring und Bittstellerei. Nachzulesen bei den "Kommunitaristen" der sozialdemokratischen Variante und dem "fürsorglichen Konservatismus" der George W. Bush-Truppe. Eine Kulturstiftung, Genossenschaft oder GmbH entscheidet dann, wer noch etwas Geld bekommt, nicht mehr demokratisch gewählte und kontrollierbare Vertreter. Die Versuche im Sozialbereich mit der Bürgerstiftung kennst du ja. Wenn ihr euch da an die Spitze stellt, bekommt ihr vielleicht einen Preis der Bertelsmannstiftung. Dazu kommt im Tübinger Fall, dass Brigitte Russ-Scherer sowohl den Kulturamtsleiter Setzler wie den Bürger- und Verkehrsverein wegputzen will, weil sie beide nicht hundertprozentig unter Kontrolle hat.
Wir wollen diese "basisdemokratischen" Reformen nicht nur nicht voranbringen, wir wollen sie verhindern, so rund der Tisch auch sein mag.
Es grüßt in freudschaftlicher Differenz
Anton
Anton Brenner - 2005/07/10 15:33
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