Lieber die Gögler-Trasse zu Lebzeiten als den langen B 27 - Tunnel am St. Nimmerleinstag
Zu den Berichten über die B 27 und B 28 alt und neu.
Leserbrief, erschienen im Schwäbischen Tagblatt vom 9.7.2005:
Wenn sich der Gemeinderat zu 100 Prozent hinter einen unserer Vorschläge stellt, muss etwas faul sein. Wir waren in der Fraktion zerstritten. Der eine wollte für die B 27 die 2 plus 2-Lösung, mir wäre jede vierspurige Lösung recht gewesen. Geeinigt haben wir uns deshalb auf die ideale Superlösung, den langen vierspurigen Tunnel, wohl wissend, dass dies ein Hirngespinst ist. Statt uns mit Spott und Hohn zu übergießen nahmen die anderen Fraktionen und die Oberbürgermeisterin unseren Vorschlag begeistert und einstimmig auf. Da hatten wir den Salat. Ein voller Schuss in den Ofen.
14 bis 20 Jahre sollen bis zur Verwirklichung dieses kollektiven Selbstbetruges vergehen. Bis dahin steht die stinkende und rußende Auto- und LKW-Schlange im preisgekrönten Premiumquartier von Tübingen. Bis dahin wird Tübingen von den Autofahrern, nicht nur aus Balingen, verflucht werden. Bis dahin werden potentielle Investoren mit Grausen an Tübingen denken. Nur die Parkhäuser mit der Russ-Scherer-Automatik und Ivo Lavetti im Technologiezentrum können diesen Wahnsinn noch übertreffen.
Dabei liegt die halb so teure und schnell verwirklichbare Lösung fertig geplant in der Schublade, wie mir der ehemalige Regierungspräsident Gögler zuletzt auf dem CDU-Jahresempfang versicherte.
Wenn die Bewohner von Loretto- und Französischem Viertel nicht von allen guten Geistern verlassen sind, werden sie auf die einzig sinnvolle, noch zu Lebzeiten realisierbare, tiefergelegte Gögler-Trasse drängen und sich von unserer demagogischen Jugendsünde, dem „langen vierspurigen Basistunnel“ verabschieden. Sie verläuft unter der alten Trasse, ohne weiteren Landschaftsverbrauch, und mit den Minderkosten lassen sich sowohl „B 28 neu“ wie die Rak-Untertunnelung der „B 28 alt“ in Unterjesingen finanzieren.
Anton Brenner. TÜLL (Tübinger Linke - Linkspartei) Stadtrat
Leserbrief, erschienen im Schwäbischen Tagblatt vom 9.7.2005:
Wenn sich der Gemeinderat zu 100 Prozent hinter einen unserer Vorschläge stellt, muss etwas faul sein. Wir waren in der Fraktion zerstritten. Der eine wollte für die B 27 die 2 plus 2-Lösung, mir wäre jede vierspurige Lösung recht gewesen. Geeinigt haben wir uns deshalb auf die ideale Superlösung, den langen vierspurigen Tunnel, wohl wissend, dass dies ein Hirngespinst ist. Statt uns mit Spott und Hohn zu übergießen nahmen die anderen Fraktionen und die Oberbürgermeisterin unseren Vorschlag begeistert und einstimmig auf. Da hatten wir den Salat. Ein voller Schuss in den Ofen.
14 bis 20 Jahre sollen bis zur Verwirklichung dieses kollektiven Selbstbetruges vergehen. Bis dahin steht die stinkende und rußende Auto- und LKW-Schlange im preisgekrönten Premiumquartier von Tübingen. Bis dahin wird Tübingen von den Autofahrern, nicht nur aus Balingen, verflucht werden. Bis dahin werden potentielle Investoren mit Grausen an Tübingen denken. Nur die Parkhäuser mit der Russ-Scherer-Automatik und Ivo Lavetti im Technologiezentrum können diesen Wahnsinn noch übertreffen.
Dabei liegt die halb so teure und schnell verwirklichbare Lösung fertig geplant in der Schublade, wie mir der ehemalige Regierungspräsident Gögler zuletzt auf dem CDU-Jahresempfang versicherte.
Wenn die Bewohner von Loretto- und Französischem Viertel nicht von allen guten Geistern verlassen sind, werden sie auf die einzig sinnvolle, noch zu Lebzeiten realisierbare, tiefergelegte Gögler-Trasse drängen und sich von unserer demagogischen Jugendsünde, dem „langen vierspurigen Basistunnel“ verabschieden. Sie verläuft unter der alten Trasse, ohne weiteren Landschaftsverbrauch, und mit den Minderkosten lassen sich sowohl „B 28 neu“ wie die Rak-Untertunnelung der „B 28 alt“ in Unterjesingen finanzieren.
Anton Brenner. TÜLL (Tübinger Linke - Linkspartei) Stadtrat
Anton Brenner - 2005/07/10 15:36
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